Donnerstag, 28. Mai 2015

Von Bryon Bay bis Brisbane

Hey ho!

Wir melden uns wieder zurück.
Nachdem wir also die Farm in Maitland nahe Newcastle verlassen und über Nacht nach Bryon Bay gefahren sind, stiegen wir in den Bus nach Lennox Head, etwas südlich von Bryon.
Der Busfahrer setzte uns direkt am Wasser ab und unsere Begeisterung war dementsprechend groß. Da wurde die Schwester auch einfach mal mit dem Gepäck alleine gelassen und zum Strand gerannt hihi. Aber keine Sorge, Caro wurde danach sofort vor Freude erdrückt.
da wir noch Zeit hatten bis wir in die Unterkunft konnten legten wir uns ins Gras vor eine Bank und genossen die warme Sonne ehe wir uns dann mit unseren Koffern auf den Weg den "Berg" hoch machten. Wir hatten diesen bereits bewältigt und nur noch eine kleine ebene Strecke vor uns als plötzlich ein Auto vor uns hielt. Das war der Hausbesitzer des Zimmers, welches wir für etwa eine Woche belagern wollten. Supi, hätte er nicht eher losfahren können?:S Naja so kamen wir wenigstens etwas schneller an unser Ziel. Das Zimmer war sehr schön eingerichtet mit einer kleinen Küchenzeile, Kühlschrank und einem kleinen Bad. Da wir total geschafft waren blieben wir auch den Rest des Tages dort und kosteten das Free WiFi aus.

Die restlichen Tage in Lennox waren wenig spektakulär. Wir genossen die freie Zeit, holten uns einen Sonnenbrand, wanderten, besuchten einen kleinen Markt und fuhren nach Ballina zum shoppen (besonders Lebensmittel, da Lennox nur einen kleinen überteuerten Supermarkt besitzt).





Am Tag unserer Abreise fing es an zu regnen. Mit aller Selbstverständlichkeit kam der bus nach Bryon Bay dann natürlich noch zu spät. In Bryon Bay mussten wir noch eine kleine Ecke bis zum Hostel laufen. Nicht aber, ohne von ein paar Typen angequatscht zu werden, die einen unbedingt einen skydive andrehen wollten. Leute, ihr macht einen guten Job, aber bei uns zieht das nicht! Eine kleine halbe Ewigkeit später kamen wir also bem hostel an. Wir hatten ein 6er Zimmer für zwei Nächte gebucht. Jedoch keine fünf Minuten später standen wir auch schon wieder vor der Tür, da caro unbedingt noch zu einem Leuchtturm laufen wollte- trotz Regenwetter. so machten wir uns auf den weg und für eine kleine Weile kam auch mal die Sonne hinter den Wolken hervor. Nicht jedoch, als wir an einen Strand kamen. Da fing es wieder tüchtig an zu schütten und plötzlich war das Wasser bei einem kleinen Aussichtspunkt so hoch, dass wir unsere Schuhe ausziehen mussten um wieder zurück zum Weg zu kommen. Klitschnass ließ sich Caro aber immer noch nicht die Motivation nehmen und so liefen wir weiter.



Wenig später kamen uns ein paar Leute entgegen. Zudem stand ein Typ mit Kopfhörern am Wegrand und guckte zwischen die Bäume. Das tat er so lange, dass wir erst annahmen sein Kumpel hätte sich mal eben schnell verzogen. Dann vermutete Chrissi etwas wie eine Spinne oder Schlange, folgte dem Blick des Jungen und was klammerte sich da vor uns am Baum fest? Ein super süßer Koala!


Der Weg zum Leuchtturm dauerte noch recht lange. Wir schafften es aber noch kurz vor Sonnenuntergang oben anzukommen.











AuF dem Rückweg wurde es immer dunkler. Wir ließen uns es aber nicht nehmen noch ein Verbotsschild zu missachten ( das es stabil ist wussten wir, da vor uns zwei andere Mädchen das Schild ebenfalls "übersehen" hatten).



Der Weg zurück führte durch den Wald und die Sonne war nun endgültig weg. Wir liefen also mit Handylicht den Weg entlang und beteten, dass dieser endlich ein Ende nahm. Dass wir auch den richtigen Weg genommen hatten wussten wir, da immer wieder kleine Infoschilder für Touristen aufgestellt waren. Ansonsten wären wir wahrscheinlich umgekehrt und den ganzen Weg zurück gelaufen. Aber wir hatten Glück und fanden uns irgendwann an der Straße wieder. Zurück im Hostel gingen wir schnell duschen und fielen auch schon müde und kaputt in unsere Betten.















Und schon hieß es erneut in den Bus steigen, auf den Weg nach Brisbane. Dort angekommen machten wir uns, wie bereits üblich, auf den Weg zum Hostel. Es war ziemlich warm und unsere Backpacks nicht die leichtesten. Aber genau das sollte sich in den darauf folgenden Tagen und Wochen noch ändern, wie wir nun wissen. Nun ja, wir marschierten also duch die Stadt, die uns für einen normalen Samstag Mittag recht leer erschien. Was war los? Je weiter wir kamen, desto eindeutiger wurde uns diese Frage beantwortet. Nicht mehr weit von uns entfehrnt, und letztendlich mussten wir direkt daran vorbei, hatte sich eine große Menschengruppe versammelt; Ca. jeder Zweite hielt irgendein Schild in die Luft,es wurde viel geklatscht und gerufen. Wie wir einem der Schilder entnehmen konnten, und später auch einigen Facebooklinks, handelte es sich um eine Demonstration gegen den Islam. Vielleicht habt ihr ja auch davon mitbekommen? Nun gut, dachten wir uns, jeder dem seinen, und wanderten weiter. Im Hostel angekommen merkten wir recht schnell, dass dieses leicht crazy ist. Da wir erst um 14 Uhr einchecken konnten, lagerten wir unser Gepäck wie viele andere auch im Luggageroom. Den Schlüssel hierfür trug ein braunes Kuscheltierpferdchen, dessen unterer Körper durch einen Holzstab ersetzt wurde und ca. eine Armlänge betrug. Also nahmen wir das Hü mit und jeder der von dieser Schlüsselaufbewahrungsart nichts wusste hätte uns vermutlich für bescheuert erklärt, mit diesem Hü durch die Gegend zu latschen. Ok, durchs Hostel, aber egal. Mit Screenshots, Gogglemaps und der Wifibox ausgerüstet, erkundeten wir die Stadt und liefen gleich zwei mal im Kreis bis wir fündig wurden: Coles. Ein Hoch auf uns! :D Und wenn wir schon dabei sind, hier einige Fakten über uns, von denen wir teilweise vor unserer Reise selbst noch nichts wussten.

  1. Wir sind peinlich, in jeglicher Art und Weise. Das ist Schicksal.
  2. Wir laufen trotz GoggleMasps in die falsche Richtung. IMMER!
  3. Wenn wir etwas nicht verstehen: Lächeln und Winken :D
  4. Sind wir müde und uns ist langweilig, werden wir hyperaktiv (am schlimmsten ist es wenn man uns beide um die Ohren hat)
  5. Wir warten und verpassen trotzdem den Bus.
  6. „Gibt's hier Wifi?“
  7. Gefühlt haben wir immer Übergepäck.
  8. „Gehen wir einfach zu McDonalds?“ (Wir hatten da so ne Phase in Auckland...)
  9. *Haaaaaachicken *(Insider)
  10. HELLO Starbucks, HELLO World!
  11. Wir verfolgen die Busfahrt mit der Stadtkarte, um zu wissen, wo wir aussteigen müssen. (Einige Länder haben keine Anzeigen/Durchsagen)
  12. Schlafen geht immer und Überall.
  13. „Es gibt keine Steckdosen neben unserem Bett?!?“
  14. „Mein Speicher ist voll, kannst du Fotos machen?“
  15. „Ich dusche ZUERST!“
  16. Gute Freunde reichen dir die Hand, wenn du hinfällst. Deine Schwester lacht dich zuerst aus. („Ich hab's auf Video!!!“)
  17. Warum die Abkürzung nehmen, wenn es Umwege gibt?
  18. „Es ist 13 Uhr. Lass mal frühstücken gehen“ (sagten wir und liefen zu Woohlworth)
  19. „You guys are walking“ - „Yeahhh!“
  20. „Scheiß auf Schuhe, hol' die Flipflops raus“



Gegend Abend waren wir ziemlich froh endlich in unser Zimmer zu können. Als wir dann aber inmitten dieses Zimmers standen, fiel uns auf, dass 4 Betten fehlten um unser gebuchtes 10 Bett Zimmer zu sein. Und dann fing auch noch einer der Franzosen, der auf seinem Bett lag, an mit uns zu reden. Eigentlich kein Problem. Eigentlich. Wir erklärten kurz und knapp warum wir leicht iritiert waren und warum wir nach nur 2 Minuten Aufenthalt das Zimmer wieder verließen. Mit unseren Rucksäcken im Schlepptau durch die Tür grinste uns dieser Typ vergnügt an, „This is a nice room“. Wir wanderten den Flur entlang, entschlossen: „Ich will mein 10er Zimmer!!!“. Dieses Grinsen sagte mehr als 1000 Worte! Zurück an der Rezeption - nein wir wollten nicht auschecken – erklärte man uns das 6er Zimmer für unseres. „Yeahiii“, als wir durch die Tür kamen. Insgesamt teilten wir unserer Zimmer letztendlich mit drei Franzosen und einem Neuseeländer. Ok, nach einem so warmen Tag brauchten wir dann ersteinmal eine Dusche. Den Flur also hinunter maschiert, liefen wir an einer Niesche vorbei, in die sich ein Typ zurückgezogen hatte, Oberkörper frei, und leicht aussah wie Buddah. Verrückt, dieses Hostel. Der Typ identifizierte sich im Nachhinein als den dritten Franzosen und somit einer unserer Zimmergenossen. Am nächsten Morgen, Caro war gerade aufgewacht und saß noch auf ihrem Bett, stand der Neuseeländer vor ihr, war an seinem Spint zugange, lächelte und winkte ihr zu. Bemerke: Er stand gerade mal einen halben Meter entfehrnt neben ihrem Bett. Nicht das einzige mal, dass dieser Typ herüberschaute und uns anlächelte. Auch Mister „Ich setz mich in meine Niesche“ starrte uns immer wieder an. Zwei Nächte hatten wir zumidest Ruhe vor den anderen beiden Franzosen, sie waren angeblich übers Wochenende nach Byron Bay gefahren. Aber um ein „Seit ihr Zwillinge?“ und die schlauste Frage:“...zu 100 Prozent?“ ( Nein, nur zu 99,9999999..... Prozent) kamen wir nicht mehr drumrum. Nun aber zu Brisbane an sich. Schon Wochen voher geplant, suchten wir uns den Weg zum Koala Senctuary. Zu dumm nur, dass man dazu zunächst einmal die richtige Bushaltestelle finden muss. Denn in nur einer Straße fanden wir gleich geschätzte 10 davon vor. Alle im Abstand von 5 bis 10 Metern. Hat hier etwa jede Busnummer seine ganz private Haltestelle? Klar war natürlich, dass wir dann den Bus verpassten und eine Stunde auf den nächsten warten mussten. Dennoch haben wir es noch zum Koala Senctuary geschafft und haben uns gleich in die Zuckersüßen Koalas, sowie Kängerus verliebt, die uns das Futter aus der Hand fraßen und gleich ihre ganze Schnauze in die Futtertütte stopften, wenn sie uns diese nicht voher aus der Hand genommen hatten oder gleich die Tüte in Stücke zerteilten und u.a Geschmack an dieser fanden. Neben Stadtbesichtigung verließen wir die nächsten Tage auch einmal erst gegen Abend das Hostel. Wir sind ja gut zu Fuß und machten uns auf zur Story Brücke, die bei leuchtenden, lila farbenden Lichtern, im dunkeln richtig schön aussah.



Hervey Bay/Fraser Island:

Nach Brisbane zog es noch nach Hervey Bay. Eigentlich aber auch nur, weil wir von dort aus nach Fraser Island kommen konnten. Da wir uns etwas Stress vermeiden wollten, blieben wir für eine Nacht in Hervey Bay, bevor es am nächsten Morgen für uns endlich nach Fraser Island ging. Dort angekommen bezogen wir nach kurzer Wartezeit unser Zweibett Zimmer. Und das hätten wir am liebsten gleich an allen Orten, die wir noch vor uns hatten, gehabt. Zwei schön gemütliche Betten, eine Terasse, direkt am goßen Teich, ein großes und vorallem sauberes Bad und genügend Platz für all unseren Kram. Am besten aber war das in unserer Buchung enthaltende Frühstück am nächtsen Morgen, dass wir richtig genossen haben. Den Tag über hatten wir eine Tour. Mit dem Bus durch den sandigen Wald fuhren wir zwei Stunden lang zur Ostseite der Insel und nach dem Mittagessen den Strand entlang, die Insel hoch. Ein ziemlich langer Strand. Aber ist ja auch klar, denn Fraser Island ist ja schließlich die größte Sandinsel der Welt. Leider bekamen wir keine Dingos (Wildhunde) zu Gesicht. Dafür aber konnten wir das Schiffswrack der SS Maheno ablichten, durch den Dschungel wandern, im glasklarem Wasser des McKenzie Sees schwimmen und liefen durch das Wasser eines wunderschönen Flusses. Wir müssen zugeben, unser erster Gedanke, als wir diesen Fluss sahen:“Es wäre so genial, einmal ohne Sattel durch diesen Fluss zu galoppieren“. Es war nämich wiklich nicht tief und die Umgebung einfach perfekt. Ja, so typische Träume von Pferdefreaks eben. Nach einem weiteren tollem Frühstück am Tag danach, mussten wir leider die Insel schon wieder verlassen und somit auch unser wunderschönes Zimmer, welches wir nach 10 Stunden Wartezeit in einem Einkaufzentrum in Hervey Bay gegen Bussitze eintauschen mussten. Uns lag eine zwölfstündige Busfahrt über Nacht zum Airlie Beach bevor. Dementsprechend haben wir auch gut geschlafen. Nämlich so gut wie gar nicht.


Airlie Beach:

In/Am Airlie Beach angekommen musste erstmal ein Frühstück her. Also lief Caro zum nächsten Supermarkt, bis wir uns auf zum Hostel machten, wo wir zumindest unser Gepäck sicher verstauen konnten. Denn bis wir einchecken konnten waren es noch einige Stunden. Also erkundeten wir leicht übermüdet die Gegend, liefen an der Lagune vorbei (Im Ernst: Deutschland braucht unbedingt auch solche Lagunen!), und landeten am Ende irgendwo auf ner Wiese, im Schatten eines Baumes, mit Blick auf Strand und Meer, wo wir dann verpassten Schlaf nachzuholen hatten. Wie ja schon gesagt, Backpacker können immer und überall schlafen (Die Frage ist nur immer, wie gut). Im Gegensatz zum Bus, ließ es sich hier ziemlich gut schlafen. Nachdem wir dann auf der Suche nach einem bestimmten Geschäft, welches wir auf der Fahrt, kurz vor Ankunft, entdeckt hatten, gescheitert waren, landeten wir dann doch endlich völlig erledigt in unseren Betten. Zum Ausschlafen kamen wir allerdings nicht. Schon gegen halb 6 sprangen wir wieder auf. Ok wir korigieren uns: Wir fielen dank der anstrengenden zwei vorrigen Tage und des Weckers regelrecht aus unseren Betten, und liefen zum Hafen, wo uns eine Segeltour zu den Whitsunday Islands erwartete. Am Deck machten wir es uns wie auch die anderen Tourmitglieder gemütlich und wir genossen die Sonne, schauten den Jungs beim Segelsetzten zu und knabberten ein paar Snacks. Nach ca. 2 Stunden Fahrt hieß es dann ab ins Wasser. Zunächst aber eher ab in den Neoprenanzug. Schön sieht anders aus. Aber nun gut, um dafür das Great Barrier Reef erkunden zu können, war es definitiv Wert! Mit unser neuen Go Pro 4 Silver machten wir uns ein Bild von der wunderschönen Unterwasserwelt. Schildkröten oder gar Haie, für die wir extra Verhaltensweisen erklärt bekommen hatten, falls man sich mal begegnen sollte, bekamen wir leider nicht zu Sicht. Dafür hätten wir uns vermutlich noch weiter von den Inseln entfehrnen müssen. Schade, aber es wird nicht das letzte mal gewesen sein, das wir auf Schnorcheltour gegangen sind. Trotzdem hat es riesigen Spaß gemacht, die bunten Fische und Korallenriffe mal von ganz nahmen zu bertrachten. Ein großes und köstliches Dinner auf dem Schiff bei Sonnenuntergang rundete den Tag perfekt ab. Am nächsten Tag schauten wir uns die Gegend dann nochmal genauer an. Und zwar ganz in Ruhe und vorallem ausgeschlafen. Und als wir uns auf ner Wiese eine Pause gönnten und an den Moment dachten, wenn wir wieder in Deutschland landen werden, viel uns auf, dass uns nur noch 17 Tage in Australien übrig blieben. Sieben Monate Australien können doch schon ganz schön schnell vorüber gehen. Dennoch würden wir keinen Tag später nach hause kommen wollen.






Magnetic Island:

Nach Airlie Beach zog es uns erneut auf eine Insel. Magnetic Island. Mit dem Greyhound Bus nach Townsville und von dort aus auf die Fähre klappte irgendwie alles ziemlich komplikationslos. Unsere Komplikation im anderen Sinne bekamen wir dann aber doch noch. Mit Vollgas über´s Wasser düsen, sodass unsere Hirne hinterher wohl nicht mitbekommen hatten, dass die Schaukellei vorbei war, erinnerte uns etwas wage an Thailand zurück. Was für ein Vergnügen. Da es bereits spät war, liefen wir nach dem Einchecken im Hostel nur noch kurz in den nächsten und auch bis auf einen Konkurrenten, einzigen Supermarkt in Miniform und suchten uns aus den viel zu überteuerten Waren etwas gerade noch preiswertes zu Essen raus, bevor wir den Strand entlang zurück liefen und uns für den nächsten Tag vorbereiteten. Seit Wochen freuten wir uns nämlich bereits auf unsere Reittour am Strand. Auf der Horseshoe Bay Ranch bekamen wir zwei zuckersüße Pferde zugeteilt und hatten das Glück mit einem deutschen Mädchen in unserem Alter als Tourguide den Strandritt genießen zu können. Zu dritt galoppierten und trabten wir durch einen kleinen Wald mit lauter blauer Schmetterlingen, über ein paar Wiesen bis zum Strand, wo wir dann mit einer weiteren Gruppe gemeinsam auf dem Pferderücken ins Wasser gingen. Zurück zur Ranch kreutzten noch kleine Wallibies den Weg, dann hieß es Bye Bye ihr lieben und knuddeligen Pferde. Wir vermissen Pferde, das Reiten und das ganz normale Hofleben einfach sehr! Ein Leben ohne Pferde...das würde ja keiner von euch von uns verlangen oder? Da wir am Morgen auschecken mussten, checkten wir am Nachmittag erneut ein. Das Hostel war so ziemlich ausgebucht und wir bekamen zwei verschiedene Zimmer, da unser erstes (ein 4bett Zimmer) nicht mehr frei war für die zweite Nacht, und wir in ein Achtbett Zimmer umziehen mussten.
Gut, dass es nur für eine Macht war. Die Mädels mit denen wir uns nun ein Zimmer teilten meinten nämlich einfach ohne Kopfhörern einen Film anschauen zu müssen und nervten auch mit anderen Dingen. So ist das wohl nunmal, wenn man sich mit Fremden ein Zimmer teilten muss, gezwungenermaßen.

Mission Beach:

Wir strandeten nach unserem Aufenthalt auf Magnetic Island wieder am Festland am Mission Beach. Allerdings war der irgendwie alles Andere als spannend, sodass wir die zwei Nächte, die wir dort hatten, im Prinziep gar Nichts unternommen haben und es dementsprechend auch Nichts zu erzählen gibt, außer das wir die Tage mit Gedanken an die Zeit nach unserer Reise vertrieben.

Cairns:

In Cairns, und somit das Ende unserers Trips die australische Ostküste hoch, verbrachten wir ganze neun Tage. Über Airbnb hatten wir uns bereits voher eine nette Unterkunft gesucht, wurden sogar von der Bushaltestelle abgeholt und konnten uns in den Tagen am und im Pool, im wunderbaren Privatzimmer und der netten, großen Außenküche entspannen, sowohl bei einer Atherton Tabelands Tour so einiges entdecken. Skuriele Raupen, die wir glücklicherweise nicht angefasst hatten, traumhafte Wasserfälle, Riesenschmetterlinge, kleine Schildkröten und noch viel mehr Flora und Fauna, machten den Tag perfekt. Aber dies war nicht das Einzige, was wir in Cairns erleben durften. Wir liefen außerdem durch den Botanic Garden und kletterten mit unserer Null-Kondition eine Berg hinauf, von wo aus wir einen tollen Blick aufs Meer und den Flughafen hatten, von wo aus wir in nur wenigen Tagen nach Monaten wieder ein Flugzeug betraten. Wir fuhren in die „Innenstadt“, liefen durch´s Einkaufszentrum, zwischen Lagune Und Meer entlang und ins Taxbackbüro. Wir wollten endlich unsere gezahlten Steuern zurückbeantragen. Heute wissen wir, dass das alles doch so schön einfach sein könnte, wobei die Betonung auf „sei“ liegt. Nach Wochen haben die Leute vom Taxback es dann tatsächlich auch mal geschafft unsere Unterlagen an die Behörden zu schicken. Dabei wurde uns gesagt es würde ca. sechs Wochen benötigen, bis wir unser Geld zurückbekämen. Dass wir nun einen Monat später sozusagen am Anfang dieser 6 Wochen angekommen sind, grenzt wohl an ein Weltwunder. Und wo lag oder liegt das Problem? Tja, wenn wir das wüssten. Da laufen wir extra schon in in Büro, geben alle notwendigen Unterlagen ab, und es fehlte doch immer Irgendwas und irgendwie war alles und nichts richtig. Nie wieder lautet unser Fazit! Die Krönung vollbrachte dann eine Kreatur names Geldautomat. Dieser hatte wohl einen ebenso nicht ganz so schönen Tag gehabt und meinte Caros Karte einfach mal gleich ganz zu behalten. Und als wir dann vier Minuten zu spät bei der Bank waren, blieb nur noch ein Anruf übrig, um die Karte erstmal und letzendlich für die Ewigkeit zu spären. Wozu auch eine neue beantragen, wenn wir eine Woche später Australien verlassen hatten und sich das Geld auch auf das Konto der Schwester überwiesen lies. Achso, es handelte sich um Caros australische Commonwealth Bank Karte. Diese wäre also so oder so nach Ausreise unnötig geworden, da wir auch das Konto nicht mehr brauchten. Wir ersparten uns den ganzen Stress eine neue Karte zu beantragen und nutzen den Rest der Woche Chrissis. Unsere Nerven hatten sich nach diesem Vorfall an diesem Tag entgültig verabschiedet.





Melbourne:

Wir waren etwas aufgeregt, als es endlich wieder heiß: Fliegen. Und endlich in bereits kühlere und so schöne Melbourne zurück, wo sieben Monate zuvor unsere Zeit in Australien begonnen hatte. Diesesmal waren Gogglemaps und Co überflüssig. Unser Hostel war nur einen Katzensprung von unserer damaligen Unterkunft entfehrnt und an die Gegend konnten wir uns noch super erinnern. Es war ein seltsames und zugleich schönes Gefühl dort zu sein, wo man Monate zuvor, noch viel ängstlicher und unerfahrener, gewesen war, so fast noch ganz am Anfang. Von Unsicherheit in Selbsbewusstsein, von Sprachbarriere so gut wie keine Spur mehr und mit ganz vielen neuen Erfahrungen...ja es hatte sich was verändert. Und diese Veränderung sehen und spüren zu können machte uns schon ein wenig stolz.








Mal wieder hatten wir direkt nach dem Tag unserer Ankunft eine Tour. Diesesmal ging diese zu den 12 Apostel. Für diejenigen, die es evt. nicht wissen: „Die 12 Apostel“ werden eine Reihe an Säulen aus Kalksteinen an der Küste Australiens gennant. Zwar schien unser Tourguide leicht gelangweilt, aber davon ließen wir uns den Tag nicht verderben. Kleine Papageien ließen sich aus unseren Händen füttern und krabbelten nicht nur auf uns herum; Die Kamera wurde auch in Beschlag genommen. Wir kletterten am Felsen entlang in eine Höhle hinein (allerdings war dies wohl eigentlich nicht erlaubt, wir machten es einfach anderen Touris nach) und waren ziemlich begeistert. Wir liefen am Strand entlang und ließen nichts aus um tolle Fotos zu bekommen. Wir liefen durch den Regenwald, gingen zum Lunch ins Restaurant und schauten süßen Koalas beim schlafen zu. Das Einzige nervige war, dass unser doch so toller Tourguide wohl einen ganz speziellen Musikgeschmack hatte und wir alle gezwungen   waren diesen zu ertragen, da Kopfhörer auch nicht mehr halfen. Dennoch: Wir hatten eine super Tour. 
  

Unser letzter voller Tag in Australien wollten wir entspannt und ruhig angehen. Joa, so viel schon mal im Vorraus zu „wollen“. Wir liefen nach Downtown direkt in die City, bemerkten allerdings nicht, als wir in einem Park, den wir eigentlich nur durchqueren wollten, am riesigen See entlang gingen und diesen einmal so umrundeten, dass wir den direkten Rückweg zum Hostel ansteuerten. Als wir dann lieber den Park verließen und eine Straße überquerten um zur nächsten Bushaltestelle zu kommen (Wir hatten die Schnauze voll), vergaßen wir bzw. Chrissi einen sehr wichtigen Teil dieses Lebens: Das Handy. Bemerkten taten wir es allerdings erst später, als wir aus dem Bus wieder ausgestiegen waren. So einfach zurück zu fahren war nicht möglich. Ok, möglich war es schon, aber es war folgendermaßen: Um in Melbourne mit Bus und Bahn fahren zu können, musste man sich eine Karte kaufen, die an sich schon 7 Dollar gekostet hätte, pro Person. Diese konnte man dann beliebig mit Guthaben aufladen. Da uns das zu teuer war, fragten wir den Busfahrer direkt, taten auf Blöd, und schon wurden wir netterweise umsonst mitgenommen. Und nochmal in den Bus steigen und hoffen uns würde eine Fahrt umsonst angeboten war so ziemlich unwahrscheinlich. Also liefen wir nur kurz in den Rejectshop, um dann den ganzen Weg zurückzulaufen. Nach 3 Stunden wieder an der Ampel angekommen, schien die Welt es gut mit uns zu meinen und uns oder wohl eher Chrissi ein Handyloses Leben zu ersparen. Man waren wir froh.....und fertig.



Goodbye Australia:

7 Monate Australien ist eine nicht sehr kurze Zeit. Wir haben sehr viel erlebt. Gutes und nicht ganz so schönes. Aber egal was und wie, wann und wo genau es war, es hat uns erfahrener, selbsbewusster und selbstständiger gemacht. Wir haben tolle Menschen kennengelernt, sowie Tiere – ob gefährlich, klein, groß oder zuckersüß. Und vorallem konnten wir in das australische Leben reinschnuppern, vieles ausprobieren und nebenbei unser Englisch verbessern. Es gibt noch so viel mehr von diesem Kontinent zu entdecken und wir werden definitiv wieder kommen!






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