Mittwoch, 12. November 2014

Und wieder sind ein paar Wochen rum!

Am Montag hieß es wieder früh aufstehen, die Pferde wollen gefüttert werden! Also stiegen wir um 7 Uhr morgens in den Van und drehten die Runde um die Paddocks. Nach dem Füttern holten wir wieder die Pferde nach und nach hoch, putzten sie und longierten sie wenn nötig, so dass Claire nur schnell das Pferd wechseln musste. Das ging dann bis zur Mittagspause so. Nach der Pause wurden noch zwei Pferde geritten und dann verluden wir unseren Liebling Wincey. Wir fuhren mit ihm zu Helen Chugg auf die Diamond B Farm, wo er von Amanda gesprungen wurde. Der "Kleine" (er ist um die 1,70 m) liebt das und hüpfte zwischen den Sprüngen teilweise freudig in die Luft. So ein Spinner!
Zurück bei Tennyson Stud stand dann die Abendfütterung auf dem Programm und danach hatten auch wir endlich Feierabend! 

Dienstag war noch ein anstrengender Tag. Abgesehen davon, dass wieder um die 10 Pferde gesattelt und longiert werden mussten, damit sie für Claire fertig zum reiten waren (die zwischendurch auch noch riding lessons gab), machten wir noch Charlies Paddock sauber, reinigten die Sattelkammer, machten die Arena wieder etwas eben und rupften Unkraut von den Paddocks. 
Fing es noch mit "Mensch das ist ja gar nicht so viel" an, hieß es auf der nächsten Wiese "Holy shit!". 
Völlig erledigt gaben wir irgendwann auf und gingen füttern. 

Mittwoch startete wie üblich mit füttern. Schon von oben sahen wir, was Dee Dee mit ihrer Decke angestellt hatte. Völlig zerfetzt und nicht mehr zu gebrauchen! 

Bevor wir danach wieder einige Pferde sattelten wurden Andres, Ellies, Gemmas und Crystals Zähne sowie Andres Rücken gemacht und außerdem war die Tierärztin da um irgendwas bei Elli nachzuschauen, da diese trächtig ist. Während wir Lunchpause hatten ging es für Claire schnell mit einer Unterrichtsstunde weiter. Dann ritt sie wieder und gab nebenbei noch eine Reitstunde. Währenddessen liefen wir auf und ab, holten Sattel, Schabracke und co. und brachten sie wieder weg, putzten Pferde usw.   
Nachdem Laura, ein Mädchen von der Diamond B Farm eine Unterrichtsstunde hatte, machten wir Diamond und Dee Dee fertig, da Josh, ebenfalls von der Diamond B Farm, diese reiten sollte. Und dann stand wieder die Abendfütterung an und schließlich hatten wir endlich Feierabend. In der prallen Sonne ist die Arbeit hier doch schon ganz schön hart und dann ist noch zu bedenken,  dass wir uns hier auf einem "Hügel" befinden und hier so gut wie nichts eben ist. 

Der Donnerstag startete dann für uns erst eine halbe Stunde später, da wir die letzten Tage immer etwas länger arbeiten mussten. Ja, eine halbe Stunde länger Schlaf macht einen Unterschied!  Auch wenn nur einen ganz kleinen...
Nach dem Füttern gab uns Claire Aufgaben. Sie selbst war den Tag über nicht da. So schaufelten wir wieder Sand aus den Ecken in der Arena, longierten unseren kleinen Riesen Wincey und pflückten den Rest Unkraut von den Paddocks. Das dauerte auch so seine Zeit.
Danach verzogen wir uns in unsere "Wohnung", denn draußen war es viel zu heiß! Wir aßen und räumten auf und bei dem nächsten Blick nach draußen kam eine Gewitterfront auf uns zu. HERRLICH! Wir freuten uns dann noch über Angus (Hund) der uns einen kleinen Besuch abstattete und einfach mal ein bisschen bei uns döste. Und wieder bisschen Zucker naschte:D Er liebt Zucker! 
Claire kam etwas früher zurück als sie es uns gesagt hatte und so mussten wir mal wieder springen und Cindy schnell holen, die noch irgendwohin gebracht werden sollte. Während Caro dann schon mit der abendlichen Fütterung anfing versuchten Claire und Chrissi die Stute in den Truck zu kriegen. Das arme Tier war so ängstlich, dass es seitlich wieder herunter ging und sich dabei am Bein eine blutige Wunde zuzog. Hier   war eindeutig ein Mangel an Hängertraining festzustellen. 
Cindy sprang dann irgendwann doch noch auf den Hänger und Chrissi konnte Caro beim Füttern helfen.
Nach der Arbeit irgendwann im Dunkeln liefen wir dann wieder runter zur Sattelkammer und nutzten die Waschmaschine. Uhhh war das gruselig:D



Am Freitag hieß es wieder um 5 Uhr aufstehen, da wir mit Claire zu den Australien Dressage Championships im Sydney International Equestrian Center fuhren. Dort angekommen erfuhren wir dann, dass sie unsere Hilfe gar nicht braucht und wir erst um 15:30 Uhr wieder fahren würden. Außerdem meinte Claire, dass Michelle und Amalie doch nicht kommen könnten, da sie auf eine Stute aufpassen mussten deren Fohlen bei der Geburt verstorben ist. 
Also guckten wir uns das Gelände nochmal etwas genauer an und pflanzten uns dann aber in der Indoorhalle auf eine Bank, da es dort um einiges kühler war. Dort quatschten wir und schauten den Reitern mit ihren schönen Pferden zu. So verging die Zeit und irgendwann fielen uns vor Müdigkeit beinahe dir Augen zu:/
Dann schickte uns Michelle aber eine SMS. Sie und Amalie hatten es doch geschafft kurz vorbeizuschauen:) so setzten wir uns zu ihnen auf die andere Seite und unterhielten uns noch ein bisschen. Als sie wieder los mussten beschlossen wir, die Stände draußen nochmals abzuklappern und notierten uns so einige interessante Marken. Danach brauchten wir dringend wieder den Schatten der Halle! Eine halbe Stunde später als verabredet fuhren wir dann auch wieder zum Hof zurück. 
Allerdings hatten wir noch lange kein Feierabend. Wir mussten Füttern und Claire holte Cindy wieder ab, die auch in den Paddock nach unten gebracht werden wollte. Völlig erschöpft gesellten wir uns dann zu Laura, Michelle und Amalie. Sie waren vorbeigekommen um sich von Claire die Pferde und vor allem die Fohlen zeigen zu lassen. Danach guckten sie sich noch Bilder an und Caro blieb auch da, Chrissi aber ging schon zurück zur Wohnung. Es war einfach ein viel zu harter Tag und obwohl wir eigentlich dachten am Samstag einen freien Tag zu kriegen hörten wir leider nichts desgleichen. 

Also wurde Samstag wieder in aller früh gefüttert. Danach standen 9 Pferde auf dem Programm die geputzt, gesattelt und getrenst werden sollten, damit Claire sie reiten konnte. Wir waren soooo erledigt. 
Die Mittagspause viel dann auch recht kurz aus, da wir mal wieder einkaufen mussten. Immerhin mussten wir uns nicht wieder so beeilen dabei. Und danach hatten wir auch nichts mehr zu tun "außer" die Pferde um 16 Uhr wieder zu füttern. Wir ließen nach einer schnellen Dusche alles stehen und liegen und vielen totmüde in unsere Betten.
Großartig spannendes passierte auch in den nächsten Tagen nicht. Das übliche: Pferde füttern, fertig machen, longieren, Sättel und Trensen putzen usw..
Wir verbrachten dann noch einen schönen freien Tag in Windsor;



Zeit die Läden genaustens zu durchstöbern. Nachdem dabei tatsächlich 8 Stunden drauf gingen und Caro ohne zu bezahlen mal einfach so aus dem Laden gelaufen ist (niemand hats bemerkt:D ), und dann natürlich doch noch zurück ging um den einen Dollar zu zahlen (mensch, sind wir sozial^^), sowie einen anderen freien Tag, der ausgiebig mit skypen und ausschlafen verbracht wurde, gab es auch die Tage, an denen wir wieder auswärts waren.
Zum einen waren wir an zwei Tagen auf einem netten, kleinen, aber doch unglaublich schönen, Hof, wo Claire mit ihrer Stute Dee Dee und ihrem Hengst Charly bei Jeremy Steinberg Unterricht bekam.




Als wir am ersten Tag dort ankamen und den Truck öffneten um die Pferde zu entladen musste zunächst einmal der erste Schock verdaut werden. Charly hing mit einem Bein über der "Abgrenzstange". Während Chrissi damit beschäftigt war Dee Dee zum Putzplatz zu bringen, Claire Hilfe holen ging und Caro versuchte Charly ruhig zu halten, machte dieser einen Sprung mit den Vorderbeinen und befreite sich irgendwie selbst. Puhhh, alles ist gut gegangen! Auf der Rückfahrt wurden dann lieber die Positionen getauscht: Stute hinten, Hengst ganz vorne. Dazu muss man sagen: Charly macht das als Hengst trotz verlockender und attraktiver Dame im selben Gefährt, echt mega gut mit!
Zudem verbrachten wir einen tollen Nachmittag und Abend direkt in Sydney. Wir schlenderten mit Claire und Michael den Bondi Beach entlang und ließen die zahlreichen Kunstwerke der "Sculpture by the sea" Ausstellung auf uns wirken. 



Beim Geruch des Salzwassers fühlten wir uns gleich richtig wohl dort (keine Ahnung warum Salzwassergeruch eine solche Wirkung auf uns hat). Nachdem wir den tollen Blick auf den Strand mit den Surfern, Skatern und der mit Menschen gefüllten Promenade in Fotos festhielten, ließen wir den Tag mit einem schmackhaften Dinner in einem netten Restaurant ausklingen. Vom Tintenfisch konnten wir gar nicht genug kriegen:D. Wir statten noch einen Besuch bei Freunden oder Verwandten (?) Von Claire ab, wo wir noch lecker Eis aßen, bevor wir dann die Rückfahrt antraten, die am Opernhaus vorbei und über die Harbour Bridge führte. Gegen 23 Uhr zurück auf'm Hof übernahm Caro dann das Steuer und wir drehten zu zweit unsere allererste Nachtfahrt zum späten Pferde füttern. Angus erlaubte sich dann den Spaß uns einen riesen Schrecken einzujagen, als er aus dem Nichts ankam und auf einmal neben dem Van im Scheinwerferlicht da stand und uns, sich nicht rührend, anstarrte. An einen weiteren freien Tag fuhren wir gemeinsam mit Claire zu einem Pferderennen. Als wir dort ankamen fragten wir uns:"Wo sind wir gelandet? Beim Karneval?". Alles weibliche steckte in komischen "Kostümen". "Sexy" Kleid, Stöckelschuhe und Hut auf dem Kopf -  nein entschuldige: "Große runde Scheibe mit Haribos vor der Stirn". So völlig normal gekleidet kamen wir uns ab und an etwas fehl am Platz vor^^. Trotzdem genossen wir den Tag. Auch wenn wir so gut wie bei jedem Rennen über das riesige Feld blickten und ne gefühlte Ewigkeit nach den Pferden suchten, die laut Übertragungsbildschirm doch schon mitten im Rennen sein mussten.




Ein Pferd lief dann noch ohne Jockey auf dem Rücken ins Ziel, wobei dem Jockey glücklicherweise durch den Fall nichts schlimmeres zugestoßen ist.
Da eine Nachtfahrt ja nicht genug ist, durchstanden wir auch eine im strömenden Regen und Gewitter. Wir wollten gerade mit dem Van zurück von den Paddocks den Hügel hoch um das Futter für den nächsten Morgen vorzubereiten, als es so stark anfing zu gießen, dass wir kaum noch etwas sehen konnten, es donnerte und blitze direkt neben uns alle halbe Minute!  Chrissi:"Nein, komm, lass uns den Van noch packen" - Caro:" Sicher?" - Chrissi öffnet die Tür, bleibt sitzen, schließt die Tür - Chrissi:"Ok, wir machen das morgen früh". Und dann tauchte Angus auf einmal auf und wir nur:"Angus! Jump in the Van!!!". Da legte er sich zwischen die Sitze, während Caro sich den Weg zu unserer kleinen Wohnung durchbahnte. Es brauchte dann viel Überredungskunst um Angus dazu zu motivieren aus dem sicheren Van zu springen und den einen Meter ins "Haus" zu laufen, wo er sich dann auf seinem kleinen Sessel einkuschelte, während wir uns von Nässe und Sand befreiten.
In der übrigen Zeit machten wir dann noch die Begegnung mit Spinnen der nicht ganz so netten Art. "If they bite you,  you will end in a Hospital". Na ja, einfach Stein nehmen und zerquetschen:P Außerdem hatten wir kurz Zeit in einem Reitershop zu stöbern, wo wir kurz halt machten, da Claire etwas benötigte. Nicht unbedingt größer als wir es kennen, aber dafür mit umso mehr was wir lieben! Wir kamen gar nicht mehr raus aus dem staunen! Westernhüte und Stiefel, Sättel, Schabracken, Halfter, Stricke,  Trensen uvm. von Marken wie Eskadron und co. 😍 Sogar Monty Roberts Halfter gab es in verschiedenen Größen und Farben und Dvds zu seinen Methoden (pro Stück 125 Dollar!). Hätten wir das Geld, wir hätten den Laden ausgekauft!:D Mal sehen was die nächsten Tage noch alles so passiert. Da wir leider immer ziemlich beschäftigt sind, kommen wir nur selten dazu, den Blog auf den neusten Stand zu bringen. Aber ihr werdet trotzdem noch so schnell wie möglich , und sobald es wieder was zu berichten gibt, von uns hören!

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