Freitag, 29. August 2014

Ja, wir leben noch!

Aufgrund fehlender Internetmöglichkeiten (die Verlangen in den Hotels für Wifi auch noch Geld.  Also bitte entweder kostenfrei oder gar nicht!!), Unwohlsein (nein eigentlich waren wir krank) und viel Unterwegs sein schaffen wir es erst jetzt uns wieder zu melden. Sorry!
Hmm wo oder wie fangen wir denn mal an? Die letzten zwei Wochen waren ganz schön anstrengend - Oh nein, ein passender Anfang: "Ich hasse dieses Land".
Okay, hassen ist etwas übertrieben, auch wenn es .hin und wieder zutrifft. Dennoch ist es nicht viel,  was wir an diesem Land mögen.
So sehr wir dieses Gefühl auch versucht haben zu verdrängen,  als Fenja das aussprach, sagte sie, was wir alle drei schon seit einer gefühlten Ewigkeit empfanden. Wir hassen dieses Land mit seinen verdreckten Straßen, mit seinen unmöglichen und beängstigenden Straßenverkehr, mit seiner schlechten Stromversorgung, den "Toiletten"
(Eine der Toiletten im Nachtzug nach Dehli. Dies ist sogar noch eine der besseren. Es feht (kaum zu glauben) noch schlimmer!)

dem Essen und den ständigen Extrakosten (Trinkgeld und Steuern sind in den Preisen auf den Karten nicht mit einberechnet und Rückgeld kriegt man auch nur, wenn es mehr als 5 Rupien sind), den Leuten mit ihrem schlecht sprechendem Englisch und dem nicht vorhandenen Schamgefühl und einfach all den unverständlich Selbstverständlichem.
Wann hat man schon nach 10 Metern auf der Straße das Bedürfnis gehabt auf dem Absatz kehrt zu machen und zurück zu rennen? Wie kann es sein, dass man über 10 mal am Tag Stromausfall hat und man auf Nachfrage eine so selbstverständlich klingende Antwort wie "Wir haben im Moment keinen Strom" bekommt, sich im Dunkeln die Zähne putzen oder eine gefühlte Ewigkeit ohne funktionierende Klimaanlage in der Hitze brüten muss?
Wie leben die Inder draußen bei um die 30 Grad und drinnen mit Klimaanlagen, die nicht verstellbar sind und deswegen Winter herrscht? Wieso haben die Hotels keine vernünftigen Duschen die dafür sorgen, dass nicht gleich das ganze Bad überflutet wird und man Gefahr läuft sich auf die (sorry für den Ausdruck) Fresse zu legen? Wieso sparen sie an allem, haben aber jedes mal einen Flachbildschirm-Fernseher im Hotelzimmer stehen??
Wir haben echt versucht Indiens schöne Seiten zu genießen und die schlechten auszublenden, aber wenn man dann irgendwann mit Magenkrämpfen, Übelkeit,  Kopfweh und erhöhter Temperatur flach liegt und es einem schon vor der nächsten Zugfahrt graut, dann fängt man an dieses Land zu verfluchen.
Klar wussten wir von Anfang an, dass Indien etwas ganz anderes sein wird als wir es gewohnt sind. Aber nach drei Wochen sind wir froh, bald wieder in den Flieger steigen zu können. Und vielleicht spielt auch die Tatsache, dass wir uns die Reise anders vorgestellt hatten eine große Rolle. Wir hatten ja bereits berichtet, dass wir enttäuscht sind, da uns die Reise von StaTravel anders verkauft wurde als sie tatsächlich ist. Wir hatten mit unserem Guide "KV" gesprochen, dieser konnte uns aber auch nicht weiterhelfen, da der Fehler scheinbar bei StaTravel liege und nicht bei g adventures. Als wir dann nochmals Kontak zu StaTravel aufnahmen wurde uns empfohlen eine Reklamation zu schreiben. Beim nächsten mal würden wir uns freuen, auch die richtige Email-Adresse zu kriegen;-)
Um nicht alles nochmal erklären zu müssen haben wir euch einfach mal die Mail kopiert (Namen abgekürzt bzw. Spitznamen verwendet):

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir hatten am 3. Februar bei Sarah R. über StaTravel (Ostertorsteinweg 70/71 , 28203 Bremen) die "India on a shoestring" -Tour gebucht, die im Zeitraum vom 11.8-30.8.2014 stattfindet.
Demnach befinden wir uns gerade in Indien auf der Tour.
Wir möchten nun eine Beschwerde einreichen, da wir von Frau R. sowohl falsche Informationen, welche die Tourbedingungen betreffen, bekommmen haben, als auch uns Informationen vorenthalten wurden. 
Somit sind wir mit vollkommen anderen Erwartungen an diese Reise herangegangen.
Über den StaTravel-Katalog ( Ausgabe 2013),  der uns von Frau R. ausgehändigt wurde sind wir auf die "India on a shoestring" -Tour aufmerksam geworden.
Aufgrund den darin enthaltenen Informationen und dem Gespräch mit Frau R. gingen wir davon aus, dass wir während des Aufenthaltes vom 11.8-30.8.2014 lediglich für unsere eigene Versorgung mit Lebensmitteln aufkommen müssten und Aktivitäten, sowie die dazugehörigen Kosten für Transportmittel mit im Preis inbegriffen sind.
Da die Informationen des Kataloges bezüglich der Extrakosten während der Reise für uns undeutlich formuliert waren, sprachen wir Frau R. diesbezüglich nochmal an und fragten explizit nach, ob wirklich alle Kosten, ausgenommen die für die Lebensmittelversorgung, mit im Preis von 949 Euro inkludiert sind. Frau R. versicherte uns, dass dies der Fall sei.

Nun sind wir die Reise angetreten und mussten feststellen, dass die uns gegebenen Informationen nicht zutreffen.
Neben den Selbstversorgungskosten fallen jetzt unter anderem noch für gelegentliche Transportmittel, ohne die wir nicht an Aktivitäten teilnehmen können, sowie für einige Aktivitäten selbst Extrakosten an, über die wir vor Buchung und Beginn der Reise nicht informiert wurden.
Somit war bzw. ist es uns nicht möglich an solchen Aktivitäten teilzunehmen, da unser Budget nicht auf unerwartete Extrakosten wie diese ausgelegt ist. Dadurch sind bis jetzt sieben Tage angefallen, an denen wir nichts zu tun hatten und die daher unnötig waren ( Vermutlich ehöht sich die Anzahl solcher Tage bis zum Ende der Reise auf 10 Tage). Hier haben wir auch die Tage mit sogenannten Orientationwalks einbezogen, die nichts anderes bedeuten, als dass wir gezeigt bekommen, welche Aktivitäten wir am nächsten Tag nutzen können, für die aber wie bereits erwähnt Extrakosten anfallen. 
Während wir bis jetzt sogar einmal das Taxi hätten zahlen müssen um überhaupt an einen solchen Orientationwalk teilzunehmen, kam es zu der Situation, dass wir gemeinsam mit der Gruppe in die Stadt zu einem Orientationwalk aufbrachen und erst vor Ort erfuhren, dass wir die Kosten für den Rückweg zum Hotel selbst tragen müssten, sofern wir nicht mit dem Großteil der Reisegruppe speißen und dann den gemeinsamen Rückweg einschlagen wollten. 
Zudem wird bzw. wurde von allen Teilnhemern Trinkgeld eingesammelt, das unser Reiseleiter auch als dieses Leuten aushändigt oder gelegentlich für Getränke bei Aktivitäten oder den Kosten für erlaubtes Forografieren an einigen Orten ausgibt. Nimmt jemand diese Angebote nicht in Anspruch, so hat dieser trotzdem unfreiwillige Ausgaben.
Zudem sind uns folgende zwei Dinge missfallen:
Zum einen haben wir kein Verständnis dafür, dass die Tour auf einen Zeitraum gelegt wurde an dem es, in diesem Fall aufgrund des Independence Days und den damit verbundenen Pilgern etc. nicht möglich ist einige Sehenswürdigkeiten (zumindest wie geplant) zu besichtigen. Zum anderen verstehen wir unter den insgesamt drei inkludierten Mahlzeiten, dass wenigstens ein Getränk darin enthalten ist. Das dies nicht der Fall ist stellten wir erst in der Wüste während der Kamelsafari fest und uns blieb keine andere Wahl, als für das Wasser vor Ort zu bezahlen ohne solches vorher zu einem eventuell günstigeren Preis woanders erstehen zu können. 

Aufgrund der Umstände haben wir Frau R. am Freitag den 15.8.2014 kontaktiert und ihr unsere Situation erläutert. 
Auf ihre Empfehlung hin suchten wir das Gespräch mit unserem Reiseleiter KV D. Dieser verwies uns auf die Homepage von g adventures, auf der die Reisebedingungen ausfühlricher und anders ausgeführt waren als sie uns von StaTravel vermittelt wurden.
Dem ist beizufügen, dass wir erst nach Buchung der Reise und kurz vor Reiseantritt (ca. zwei Wochen) erfuhren, dass die Reise über g adventures läuft. Außerdem erfuhren wir erst nach Antritt der Reise, dass diese eine sogenannte Yolo-Tour sei, was weder im Katalog, noch auf unseren Unterlagen oder mündlich mitgeteilt wurde.
KV D. teilte uns mit, dass das Problem auf Seiten von StaTravel liege und er uns somit nicht weiterhelfen könne. Er riet uns nochmals das Gespräch mit Frau R. zu suchen, was wir daraufhin auch taten.
Frau R. wies unsere Vorwürfe ab und gab uns die Kontaktdaten für eine Reklamation.

Da wir nun eine Reise angetreten sind, die wir uns anders vorgestellt hatten als sie uns verkauft wurde, sind wir unzufrieden und fordern deshalb einen Teil des Geldes zurück, welches wir für die Reise bezahlt haben.
Wir erwarten ein entsprechendes und akzeptierbares Angebot.

Mit freundlichen Grüßen, 

Christin Römer,  Carolin Römer,  Fenja Lappenberg

Leider haben wir auch schon eine negative Antwort diesbezüglich erhalten. Wir werden uns jetzt beraten müssen und schauen wie es weitergeht. Aber sicher ist, dass wir nicht einfach so aufgeben.
GERNE DARF DIESER BERICHT AUCH GETEILT WERDEN! Abgesehen davon, dass es uns vielleicht auf irgendeine Art und Weise hilft, anderen wird es vor der Buchung einer solchen Reise bei StaTravel sicherlich helfen! 
Wir wollen StaTravel nicht gänzlich kritisieren - Dubai war dafür zu schön- aber in dieser Hinsicht sind wir leider sehr, sehr enttäuscht. 
Wer eventuell ähnliche Erfahrungen gemacht hat und/oder weiß, welche Möglichkeiten wir haben doch noch einen Teil der Reisekosten wiederzusehen, darf diesen Bericht selbstverständlich gerne kommentieren! Wir bitten sogar drum!:)

So genug von all den schlechten Neuigkeiten,auch wenn sie überwiegen. Was haben wir die Tage so SCHÖNES erlebt? 
Wenn man mal davon absieht, dass wir uns einmal um vier Uhr morgens aus den Betten quälten um einen Berg zu besteigen war die Aussicht beim Sonnenaufgang, der Hund und die Affen dort oben den Frühsport wert. Wie süß der Hund doch war als er versuchte die Affen zu fangen! Und wie frech diese wiederum, als sie einer Mitreisenden die Banane aus der Hand klauten!



In Udaipur ließen wir einen tollen Tag gemeinsam beim Essen mit Aussicht auf die ab und an erleuchteten Berge ausklingen. Udaipur ist wirklich eine der schönsten Stops auf der Tour gewesen!
Auch ein bisschen shoppen waren wir: Jeweils ein schönes Tuch bzw. ein Schal und für Chrissi und Caro jeweils eine Fußkette landeten in der Einkaufstüte. 





Außerdem probierte Chrissi einen Sari an, aber wirklich alltagstauglich kommen die einen nicht vor. Trotzdem ein Highlight!

Auch unsere Nägel wurden verschönert:
Wie schön die Malkunst Indiens ist! Und wusstet ihr, dass die Farbe Gelb aus Kuhurin gemacht wird?




Ein weiteres Highlight war die Besichtigung des Taj Mahal, ein Mausoleom (Grabmoschee) das vom Großmogul Shah Jahan zu Ehren seiner verstorbenen Liebe Mumtaz Mahalerbaut wurde.  Wie schön Indien doch auch manchmal sein kann! 


Zudem besuchten wir den Amber Fort, einen Palast. Dort hatten wir die Möglichkeit ganz nah an Elefanten zu sein, sie zu bestaunen und zu fotografieren. Toll!!!








Jetzt sitzen wir wieder im Hotel in Dehli und warten darauf, dass dieser letzte richtige Tag in Indien vergeht und wir uns auf den Weg nach Bangkok machen können.

Bis dahin,
eure Weltenbummler♡



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