Dienstag, 5. August 2014

Buon giorno!

Sonntag, 3.8.2014:
Nach einem tränenreichem Abschied am Hamburger Airport und einer Stunde Flugverspätung sind wir gegen 16:30 Uhr in Venedig am Flughafen Marco Polo gelandet.
Nach einiger Zeit Verwirrung und Warten auf unser Gepäck suchten wir als erstes (nachdem wir feststellten, dass das freie Wlan natürlich nicht funktionierte) eine Toilette. Tja, wir hatten uns eben doch nur auf zwei Stunden Flug eingestellt und bei der ganzen Aufregung...😓
Die nächste Hürde lautete "Hostel suchen". Wir wollten natürlich unbedingt Geld sparen und machten uns zu Fuß auf den Weg. Selbstverständlich in die falsche Richtung.
Einmal wieder zurück am Airport und gefühlten tausend Leuten nach dem Weg fragen entschieden wir uns doch für einen Bus.
Da wir aus den für uns unverständlichen Fahrplänen nicht schlau wurden wollten wir dann doch zwei Haltestellen laufen um den Anschluss zu kriegen.
Mit der Erkenntniss, dass Zebrastreifen hier nur jeder zehnte achtet, dieses Land fußgängerunfreundlich und schlecht ausgeschildert ist, sowie nach einmal zurück laufen um die verlorenen Zettel mit der Fahr-bzw Laufbeschreibung einzusammeln landeten wir schlussendlich doch wieder an der selben Haltestelle.
Als Schwarzfahrer, weil man sich wohl im Bus keine Tickets kaufen kann, landeten wir irgendwo im nirgendwo. Wie gesagt, die Buspläne sind uns ein Rätsel.
Eine Haltestelle später (die wir gelaufen sind) lief uns endlich jemand über den Weg, der vernünftig Englisch spricht!😂
Eine super nette, etwas ältere Dame lief mit uns bis fast kurz vor das Hostel und ersparte uns weitere drei Stunden Rücken- und Schulterschmerzen.
Die nächste Hürde bestand darin, den leuten vom Hostel am Telefon zu erklären, dass wir doch gerne in die Unterkunft möchten. Es war nämlich niemand da und wir standen vor verschlossenem Tor. Scheinbar leicht gereizt weil man uns aus uns unergründlichen Gründen erst um 22 Uhr erwartet hatte, kam eine Frau und lies uns rein. Natürlich spricht sie kein Wort Englisch. So wissen wir auch jetzt noch nicht, was sie uns an der Bushaltestelle vor dem Haus erklären wollte. Wo das Frühstück ist meinte sie jedenfalls nicht.
Nachdem wir uns im Zimmer eingerichtet haben, gingen wir raus und suchten an einem Sonntagabend nach einer Möglichkeit an Trinkwasser zu kommen. Nicht weit von unserer Unterkunft war eine Art Bar in der wir uns für jeweils einen Euro 0,5 l Flaschen kauften.
Die älteren Herren am Tresen waren der Ansicht, dass das kein richtiges Wasser sei, sondern ihre alkoholischen Getränke doch viel schmackhafteres waren. Ein Lächeln später waren wir wieder auf der Straße und auf den Weg in unsere Betten.

Montag 4.8.2014:
Gleich um 8 Uhr am Frühstückstisch mussten wir feststellen, dass wir hier mehr mit süßem Zeugs beglückt werden als uns lieb ist. Tja, andere Länder, andere Sitten.
Unauffällig ließen wir immer wieder was in unsere Taschen wandern um etwas Proviant für den Tag zu haben. Wir Schlitzohren eben😝
Gut gesättigt kauften wir uns Bustickets am Kiosk nebenan und stiegen in den Bus Richtung Venedig Old Town. Mit immer mehr zusteigenden Menschen wurde es in dem mit wenig Sitzplätzen ausgestattetem Gefährt stickig heiß und wir waren heilfroh als wir unser Ziel erreicht hatten. Dort erklärte uns der Busfahrer, dass wir unsere Ticket nicht richtig verwertet haben. Hier ist es nämlich so üblich, dass sie an eibem Automaten "gescannt" werden und dann von der Karte die Tickets abgebucht werden. Will man mehrere Tickets abbuchen lassen muss man auf das Pluszeichen drücken. Wir dachten, man müsse die Karte einfach mehrmals scannen lassen. War aber alles kein Problem und wir hatten mal wieder Geld gespart,  denn der Busfahrer buchte die Tickets nicht nochmal ab😅
Also ging es los die Altstadt erkunden. Obwohl nein, halt. Zunächst hatten wir mal einen Blick auf die Stadtkarte geworfen und geschaut, was wir für den ersten richtigen Tag so abklappern wollten. Halb mit Stadtplan, halb mit hin und wieder auftauchenden Straßenschildern kamen wir doch immer da an wo wir hin wollten. Es empfiehlt sich, Souvenirs nicht direkt dort zu kaufen wo alle Touristen sind, sondern den Weg in Richtung eines am Rande gelegenen "Parks" einzuschlagen (am Wasser entlang!) Und dort bspw. Postkarten statt für um die 2 Euro für 50 Cent zu kaufen.
auf dem Weg zum Markusplatz stellten wir dann eine "leichte" Röte unserer Haut fest und holten die Sonnencreme aus den Rucksack. Selbstverständlich erst wenn man einen Sonnenbrand hat! Bei einer Pause am Wasser ging unsere Stadtkarte dann einmal Land unter und uns erstaunten die zahlreichen Verkäufer, die sogar Namen der Touristen aufschnappen und sie dann ansprechen und verkaufen wollen.
Den Markusplatz besucht maschierte Fenja erstmal einfach so in ein Restaurant zu den Toiletten. Die öffentlichen waren uns dann doch zu ekelig.
Auf dem Rückweg ging es über die Rialtobrückte und ein paar Bilder später und entspanntem Abkühlen der Füße im Wasser erreichten wir wieder den Bus und fuhren nach 10 stunden laufen wieder zum Hostel. Mit einem kleinen Zwischenstopp bei Lidl (ja die haben hier Lidl!) Wo wir uns unter anderem mit ausreichend Wasser eindeckten.
im Hostel fielen wir nach skypen mit den Liebsten, Bilder angucken und schreiben
Wieder hundemüde ins Bett.

Dienstag 5.8.2014:
Viel später als am Tag zuvor am Frühstückstisch verpassten wir auch damit die Gelegenheit wieder etwas mitgehen zu lassen, da die Frau vom Hostel die ganze Zeit im Raum war.
Nach dem Frühstück waren wir noch so müde, dass wir uns wieder hinlegten und Caro dann irgendwann dafür sorgte, dass wir uns endlich aif dem Weg machten. Denn aufgrund einer schlechten Wettervorhersage hatten wir uns dafür entschieden am Festland zu bleiben und die Gegend um das Hostel herum zu erkunden. Als erstes jedoch liefen wir den halben Weg zum Airport zurück, nur um zu gucken ob wir den am Freitag auch finden. Das ging schneller als gedacht und so machten wir uns auf den Weg in die entgegengesetzte Richtung um zu einem Park zu gelangen. Unterwegs kauften wir dann nochmal bei einem Supermarkt ein und machten Bekanntschaft mit so kleinen niedlichen Echsen. Es stellte sich heraud, dass der Park lediglich aus einer Wiese und einem Speilsplatz bestandt, aber immerhin konnten wir unsere Füße kühlen und Chrissi auch gleich noch etwas Creme verschütten.
Der Joghurt am vorherigen Tag auf der Bettdecke hatte scheinbar noch nicht gereicht.
Wir entschieden uns wieder zum Hostel zu gehen und den Tag einfach noch ein bisschen zu chillen. Also bestand der Rest des Tages nur noch aus uninteressantem Schlafen, essen, karten spielen, rumalbern und im Internet surfen. Auch ganz schön. Morgen geht es dann wieder in die wunderschöne Altstadt!



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