Freitag, 29. August 2014

Ja, wir leben noch!

Aufgrund fehlender Internetmöglichkeiten (die Verlangen in den Hotels für Wifi auch noch Geld.  Also bitte entweder kostenfrei oder gar nicht!!), Unwohlsein (nein eigentlich waren wir krank) und viel Unterwegs sein schaffen wir es erst jetzt uns wieder zu melden. Sorry!
Hmm wo oder wie fangen wir denn mal an? Die letzten zwei Wochen waren ganz schön anstrengend - Oh nein, ein passender Anfang: "Ich hasse dieses Land".
Okay, hassen ist etwas übertrieben, auch wenn es .hin und wieder zutrifft. Dennoch ist es nicht viel,  was wir an diesem Land mögen.
So sehr wir dieses Gefühl auch versucht haben zu verdrängen,  als Fenja das aussprach, sagte sie, was wir alle drei schon seit einer gefühlten Ewigkeit empfanden. Wir hassen dieses Land mit seinen verdreckten Straßen, mit seinen unmöglichen und beängstigenden Straßenverkehr, mit seiner schlechten Stromversorgung, den "Toiletten"
(Eine der Toiletten im Nachtzug nach Dehli. Dies ist sogar noch eine der besseren. Es feht (kaum zu glauben) noch schlimmer!)

dem Essen und den ständigen Extrakosten (Trinkgeld und Steuern sind in den Preisen auf den Karten nicht mit einberechnet und Rückgeld kriegt man auch nur, wenn es mehr als 5 Rupien sind), den Leuten mit ihrem schlecht sprechendem Englisch und dem nicht vorhandenen Schamgefühl und einfach all den unverständlich Selbstverständlichem.
Wann hat man schon nach 10 Metern auf der Straße das Bedürfnis gehabt auf dem Absatz kehrt zu machen und zurück zu rennen? Wie kann es sein, dass man über 10 mal am Tag Stromausfall hat und man auf Nachfrage eine so selbstverständlich klingende Antwort wie "Wir haben im Moment keinen Strom" bekommt, sich im Dunkeln die Zähne putzen oder eine gefühlte Ewigkeit ohne funktionierende Klimaanlage in der Hitze brüten muss?
Wie leben die Inder draußen bei um die 30 Grad und drinnen mit Klimaanlagen, die nicht verstellbar sind und deswegen Winter herrscht? Wieso haben die Hotels keine vernünftigen Duschen die dafür sorgen, dass nicht gleich das ganze Bad überflutet wird und man Gefahr läuft sich auf die (sorry für den Ausdruck) Fresse zu legen? Wieso sparen sie an allem, haben aber jedes mal einen Flachbildschirm-Fernseher im Hotelzimmer stehen??
Wir haben echt versucht Indiens schöne Seiten zu genießen und die schlechten auszublenden, aber wenn man dann irgendwann mit Magenkrämpfen, Übelkeit,  Kopfweh und erhöhter Temperatur flach liegt und es einem schon vor der nächsten Zugfahrt graut, dann fängt man an dieses Land zu verfluchen.
Klar wussten wir von Anfang an, dass Indien etwas ganz anderes sein wird als wir es gewohnt sind. Aber nach drei Wochen sind wir froh, bald wieder in den Flieger steigen zu können. Und vielleicht spielt auch die Tatsache, dass wir uns die Reise anders vorgestellt hatten eine große Rolle. Wir hatten ja bereits berichtet, dass wir enttäuscht sind, da uns die Reise von StaTravel anders verkauft wurde als sie tatsächlich ist. Wir hatten mit unserem Guide "KV" gesprochen, dieser konnte uns aber auch nicht weiterhelfen, da der Fehler scheinbar bei StaTravel liege und nicht bei g adventures. Als wir dann nochmals Kontak zu StaTravel aufnahmen wurde uns empfohlen eine Reklamation zu schreiben. Beim nächsten mal würden wir uns freuen, auch die richtige Email-Adresse zu kriegen;-)
Um nicht alles nochmal erklären zu müssen haben wir euch einfach mal die Mail kopiert (Namen abgekürzt bzw. Spitznamen verwendet):

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir hatten am 3. Februar bei Sarah R. über StaTravel (Ostertorsteinweg 70/71 , 28203 Bremen) die "India on a shoestring" -Tour gebucht, die im Zeitraum vom 11.8-30.8.2014 stattfindet.
Demnach befinden wir uns gerade in Indien auf der Tour.
Wir möchten nun eine Beschwerde einreichen, da wir von Frau R. sowohl falsche Informationen, welche die Tourbedingungen betreffen, bekommmen haben, als auch uns Informationen vorenthalten wurden. 
Somit sind wir mit vollkommen anderen Erwartungen an diese Reise herangegangen.
Über den StaTravel-Katalog ( Ausgabe 2013),  der uns von Frau R. ausgehändigt wurde sind wir auf die "India on a shoestring" -Tour aufmerksam geworden.
Aufgrund den darin enthaltenen Informationen und dem Gespräch mit Frau R. gingen wir davon aus, dass wir während des Aufenthaltes vom 11.8-30.8.2014 lediglich für unsere eigene Versorgung mit Lebensmitteln aufkommen müssten und Aktivitäten, sowie die dazugehörigen Kosten für Transportmittel mit im Preis inbegriffen sind.
Da die Informationen des Kataloges bezüglich der Extrakosten während der Reise für uns undeutlich formuliert waren, sprachen wir Frau R. diesbezüglich nochmal an und fragten explizit nach, ob wirklich alle Kosten, ausgenommen die für die Lebensmittelversorgung, mit im Preis von 949 Euro inkludiert sind. Frau R. versicherte uns, dass dies der Fall sei.

Nun sind wir die Reise angetreten und mussten feststellen, dass die uns gegebenen Informationen nicht zutreffen.
Neben den Selbstversorgungskosten fallen jetzt unter anderem noch für gelegentliche Transportmittel, ohne die wir nicht an Aktivitäten teilnehmen können, sowie für einige Aktivitäten selbst Extrakosten an, über die wir vor Buchung und Beginn der Reise nicht informiert wurden.
Somit war bzw. ist es uns nicht möglich an solchen Aktivitäten teilzunehmen, da unser Budget nicht auf unerwartete Extrakosten wie diese ausgelegt ist. Dadurch sind bis jetzt sieben Tage angefallen, an denen wir nichts zu tun hatten und die daher unnötig waren ( Vermutlich ehöht sich die Anzahl solcher Tage bis zum Ende der Reise auf 10 Tage). Hier haben wir auch die Tage mit sogenannten Orientationwalks einbezogen, die nichts anderes bedeuten, als dass wir gezeigt bekommen, welche Aktivitäten wir am nächsten Tag nutzen können, für die aber wie bereits erwähnt Extrakosten anfallen. 
Während wir bis jetzt sogar einmal das Taxi hätten zahlen müssen um überhaupt an einen solchen Orientationwalk teilzunehmen, kam es zu der Situation, dass wir gemeinsam mit der Gruppe in die Stadt zu einem Orientationwalk aufbrachen und erst vor Ort erfuhren, dass wir die Kosten für den Rückweg zum Hotel selbst tragen müssten, sofern wir nicht mit dem Großteil der Reisegruppe speißen und dann den gemeinsamen Rückweg einschlagen wollten. 
Zudem wird bzw. wurde von allen Teilnhemern Trinkgeld eingesammelt, das unser Reiseleiter auch als dieses Leuten aushändigt oder gelegentlich für Getränke bei Aktivitäten oder den Kosten für erlaubtes Forografieren an einigen Orten ausgibt. Nimmt jemand diese Angebote nicht in Anspruch, so hat dieser trotzdem unfreiwillige Ausgaben.
Zudem sind uns folgende zwei Dinge missfallen:
Zum einen haben wir kein Verständnis dafür, dass die Tour auf einen Zeitraum gelegt wurde an dem es, in diesem Fall aufgrund des Independence Days und den damit verbundenen Pilgern etc. nicht möglich ist einige Sehenswürdigkeiten (zumindest wie geplant) zu besichtigen. Zum anderen verstehen wir unter den insgesamt drei inkludierten Mahlzeiten, dass wenigstens ein Getränk darin enthalten ist. Das dies nicht der Fall ist stellten wir erst in der Wüste während der Kamelsafari fest und uns blieb keine andere Wahl, als für das Wasser vor Ort zu bezahlen ohne solches vorher zu einem eventuell günstigeren Preis woanders erstehen zu können. 

Aufgrund der Umstände haben wir Frau R. am Freitag den 15.8.2014 kontaktiert und ihr unsere Situation erläutert. 
Auf ihre Empfehlung hin suchten wir das Gespräch mit unserem Reiseleiter KV D. Dieser verwies uns auf die Homepage von g adventures, auf der die Reisebedingungen ausfühlricher und anders ausgeführt waren als sie uns von StaTravel vermittelt wurden.
Dem ist beizufügen, dass wir erst nach Buchung der Reise und kurz vor Reiseantritt (ca. zwei Wochen) erfuhren, dass die Reise über g adventures läuft. Außerdem erfuhren wir erst nach Antritt der Reise, dass diese eine sogenannte Yolo-Tour sei, was weder im Katalog, noch auf unseren Unterlagen oder mündlich mitgeteilt wurde.
KV D. teilte uns mit, dass das Problem auf Seiten von StaTravel liege und er uns somit nicht weiterhelfen könne. Er riet uns nochmals das Gespräch mit Frau R. zu suchen, was wir daraufhin auch taten.
Frau R. wies unsere Vorwürfe ab und gab uns die Kontaktdaten für eine Reklamation.

Da wir nun eine Reise angetreten sind, die wir uns anders vorgestellt hatten als sie uns verkauft wurde, sind wir unzufrieden und fordern deshalb einen Teil des Geldes zurück, welches wir für die Reise bezahlt haben.
Wir erwarten ein entsprechendes und akzeptierbares Angebot.

Mit freundlichen Grüßen, 

Christin Römer,  Carolin Römer,  Fenja Lappenberg

Leider haben wir auch schon eine negative Antwort diesbezüglich erhalten. Wir werden uns jetzt beraten müssen und schauen wie es weitergeht. Aber sicher ist, dass wir nicht einfach so aufgeben.
GERNE DARF DIESER BERICHT AUCH GETEILT WERDEN! Abgesehen davon, dass es uns vielleicht auf irgendeine Art und Weise hilft, anderen wird es vor der Buchung einer solchen Reise bei StaTravel sicherlich helfen! 
Wir wollen StaTravel nicht gänzlich kritisieren - Dubai war dafür zu schön- aber in dieser Hinsicht sind wir leider sehr, sehr enttäuscht. 
Wer eventuell ähnliche Erfahrungen gemacht hat und/oder weiß, welche Möglichkeiten wir haben doch noch einen Teil der Reisekosten wiederzusehen, darf diesen Bericht selbstverständlich gerne kommentieren! Wir bitten sogar drum!:)

So genug von all den schlechten Neuigkeiten,auch wenn sie überwiegen. Was haben wir die Tage so SCHÖNES erlebt? 
Wenn man mal davon absieht, dass wir uns einmal um vier Uhr morgens aus den Betten quälten um einen Berg zu besteigen war die Aussicht beim Sonnenaufgang, der Hund und die Affen dort oben den Frühsport wert. Wie süß der Hund doch war als er versuchte die Affen zu fangen! Und wie frech diese wiederum, als sie einer Mitreisenden die Banane aus der Hand klauten!



In Udaipur ließen wir einen tollen Tag gemeinsam beim Essen mit Aussicht auf die ab und an erleuchteten Berge ausklingen. Udaipur ist wirklich eine der schönsten Stops auf der Tour gewesen!
Auch ein bisschen shoppen waren wir: Jeweils ein schönes Tuch bzw. ein Schal und für Chrissi und Caro jeweils eine Fußkette landeten in der Einkaufstüte. 





Außerdem probierte Chrissi einen Sari an, aber wirklich alltagstauglich kommen die einen nicht vor. Trotzdem ein Highlight!

Auch unsere Nägel wurden verschönert:
Wie schön die Malkunst Indiens ist! Und wusstet ihr, dass die Farbe Gelb aus Kuhurin gemacht wird?




Ein weiteres Highlight war die Besichtigung des Taj Mahal, ein Mausoleom (Grabmoschee) das vom Großmogul Shah Jahan zu Ehren seiner verstorbenen Liebe Mumtaz Mahalerbaut wurde.  Wie schön Indien doch auch manchmal sein kann! 


Zudem besuchten wir den Amber Fort, einen Palast. Dort hatten wir die Möglichkeit ganz nah an Elefanten zu sein, sie zu bestaunen und zu fotografieren. Toll!!!








Jetzt sitzen wir wieder im Hotel in Dehli und warten darauf, dass dieser letzte richtige Tag in Indien vergeht und wir uns auf den Weg nach Bangkok machen können.

Bis dahin,
eure Weltenbummler♡



Samstag, 16. August 2014

Namaste!

Wir sind seit Montag in Indien und haben schon so viel erlebt, dass wir gar nicht wissen wo wir anfangen sollen.
Schon die Taxifahrt in Dehli zu unserem Hotel war ein Schock. Nicht nur, dass hier ja Linksverkehr herrscht, das ganze Verkehrssystem ist eine Katastrophe. Nein halt, das ist schon gar nicht mehr ein System. Das ist alles andere, aber kein System!
Dann guckte uns auf einmal eine Kuh an - mitten auf der Straße - und wir hatten wohl den Kulturschock unseres Lebens.
Doch es kam alles noch ganz anders als wir erwartet hatten.
Das Hotel in Dehli war für uns zunächst der reinste Horror. In geschlossenen Räumen bei stickiger Luft fühlten wir uns gar nicht wohl. Und als wir später feststellten, dass unsere Reisegruppe nur aus Leuten mit perfektem Englisch besteht und wir ganz eindeutig die jüngsten sind, wollten wir nur nach Hause.
Aber wir geben ja nicht gleich alles auf.
Irgendwann verdaut man den ersten Schock und auch den zweiten und in Indien wohl auch den dritten, vierten, fünften...
Jedenfalls fuhren wir nach einem Tag in Dehli an dem wir eine Führung hatten und unter anderem Kinder trafen, die so herzlich und aufgeschlossen waren, dass man nicht anders konnte als mit ihnen zu spielen, zu reden und Bilder zu machen, mit dem Nachtzug nach Bikaner. Ja der Nachtzug war so eine Erfahrung für sich. Abgesehen davon, dass wir zunächst einmal nicht hinsehen konnten wie Mensch und Tier einfach auf den Gleisen liefen, überlegten wir erst einmal IM Zug wie wir den acht Stunden lang überleben sollten. Es war sehr eng, unser Gepäck quetschten wir zur Sicherheit mit auf unsere "Betten" und "ey Christin du weißt schon, dass der Typ dich da gerade filmt?" Nope. Tja hellhäutig und blond ist in Indien nicht so mainstream.




Während Chrissi ganz oben aufgrund der Lüftung fast erfrohr und Caro wegen ihren im Gang hängenden Füßen ständig aufwachte näherten wir uns Bikaner.
Bei den Toiletten lief es so ab, dass wir die Tür einmal öffneten und dann auf dem Absatz kehrt machten. Schön euch kennengelernt zu haben aber auf nie mehr wiedersehen!
Morgens kamen wir irgendwann im Hotel an und es versuchten 11 Leute in zwei Stunden und nur zwei zur Verfügung stehenden Bädern zu duschen und sich für die anstehende Kamelsafari zu rüsten.

Als das geschafft war fuhren wir in die Wüste und omg da waren Kamele!
Nachdem uns KV, unser Reiseleiter, erklärt hatte wie wir auf den Tieren sitzen sollten, liefen wir zu den noch so jungen Jungs mit ihren Kamelen und sitzen auf. Kacke war das hoch! Ja und Caro hatte dann das Vergnügen auf einem Kamel zu sitzen, ohne dass jemand die Zügel hielt. Später stellte sich das als normal raus, denn manchmal drückten und die Jungs einfach die Leinen in die Hand- "Er ist gut dressiert"- und spazierten nebenher. Manchmal hatten die Kamele aber auch ihren eigenen Kopf und wir waren froh, dass die Jungs trotzdem aufmerksam und auf unsere Sicherheit bedacht waren. Trotzdem mögen wir Kamele super gerne!












Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir mit Sonnenbrand, schmerzenden Hintern und Füßen sowie Sand am ganzen Körper im Camp an. Naja gut, da standen Betten. Und ein Platz zum kochen, ein Tisch und ja, auch ein Klo. Aber in das Zelt guckte so gut wie keiner rein, wir genossen lieber den Komfort der Mutter Natur.
Wir schauten uns auf einer Düne den Sonnenuntergang an, trafen uns danach am Tisch und spielten ein paar Spiele, aßen zusammen und legten uns dann unter einen traumhaften Sternenhimmel (habt ihr schon mal den Mond aufgehen sehen?) schlafen.

Der nächste Morgen startete ein bisschen kühl, aber sobald nur ein paar Sonnenstrahlen den Sand erhellten wurde es warm. Wir frühstückten und sprangen dann auf die "Kutschen". Wir ließen uns von den Kamelen ziehen bis wir in Taxis umstiegen. Die halbe Wüste an uns stürmten wohl alle wie wir auf ihren Zimmern unter die Dusche. War das geil!
Der Rest des Tages stand zur freien Verfügung bzw. wir hatten mal wieder " Optionen" für die wir aber selbst Taxi bezahlen mussten.
Caro und Chrissi entschieden sich eine davon mal auszuprobieren.
Blöd nur, wenn man "red temple" und nicht "rat temple" verstanden hat. Spätestens nach "OMG Caro da sind Ratten" kam dann die Erleuchtung. Auch schön da barfuß laufen zu müssen. Trotzdem war der Tempel einen Besuch wert!










Danach ließen wir mal wieder das Abendessen ausfallen und versuchten eine Internetverbindung zu kriegen. Wlan gab es zwar, aber das war beschissen.
Wir hatten zwar hunger, aber 1. mögen wir das Essen hier in Indien nicht so gerne, 2. bekommt es uns meist nicht so gut und 3. versuchen wir aufgrund der unerwarteten Extrakosten Geld zu sparen.
Das Ganze ist nämlich folgendermaßen:
Als wir die Reise gebucht hatten war uns klar, dass Essen und Trinken bis auf an einigen Tagen nicht mit im Preis inbegriffen sind.
Nun kommen aber noch Extrakosten auf uns zu wie Trinkgeld (für die Jungs die z.b. die Kamele geführt haben oder so) und Taxi. Taxi müssen wir immer dann bezahlen, wenn wir einige der Optionen mitmachen wollen. Abgesehen davon, dass wir unter Optionen verstehen, dass man sich zwischen zwei Aktivitäten entscheiden kann und diese ebenfalls im Preis inbegriffen sind, haben wir ganz schön oft Tage mit eben solchen Optionen. D.h. wenn wir keine dieser Optionen mitmachen wollen (und damit auch weniger Geld ausgeben) bleiben wir im Hotel. Diese Tage sind sinnlos und wir haben sie aber trotzdem bezahlt.
Dann gibt es Tage an denen wir nur unterwegs sind (gestern zum Beispiel 6 Stunden Fahrt nach Bikaner zu 10t. in einem Auto. Rückenschmerzen waren vorprogrammiert) und/oder Orientierungswalks machen. Orientierungswalks sehen so aus, dass wir durch die Stadt laufen und erzählt bekommen, was man am nächsten Tag machen kann, also auch wieder selbst bezahlen muss. Gestern war zum Beispiel so ein Orientierungswalk und wir haben dann mindestens zwei Stunden gewartet bis die anderen mit Essen fertig waren um kein Taxi zurück ins' Hotel bezahlen zu müssen. ( Wir hatten dann wirklich das coolste Tuktuk von allen! Mit Musik :D). Dass die nach dem Umherlaufen noch Essen gehen, wurde vorher NICHT gesagt.
Was uns außerdem missfiel war, dass bei der Kamelsafari Verpflegung mit enthalten sein sollte. Wir mussten dann aber in der Wüste feststellen, dass gerade Getränke (lebenswichtig bei der Hitze!!) extra bezahlt werden müssen. Ne sorry, aber unter Verpflegung verstehen wir was anderes! Toll war auch, dass wir das erst IN der Wüste erfahren haben und keine andere Wahl hatten als für das Wasser dort zu bezahlen. Achso und von dem Trinkgeld werden manchmal (wenn ein Großteil der Gruppe eine der Optionen machen möchte) Dinge wie die Kosten für das Fotografieren bezahlt. Das heißt wer nicht daran teilnimmt zahlt im Prinzip für die anderen. Das geht so nicht.
Wir haben bereits der Organisation geschrieben und warten auf eine Rückmeldung. Die sollte im Laufe des Tages eigentlich kommen.
Seit gestern sind wir nun in einem Hotel in Jaisalmer. Die Zimmer haben zum Glück funktionierende Klimaanlagen, aber im geschlossenem Frühstücksraum lässt diese mehr als zu wünschen übrig. Und nun liegen wir wieder auf unseren Betten - Chrissi: "Was machst du jetzt?", Fenja:"Versuchen mich nicht zu übergeben."
Indien kann schön, interessant, spannend und aufregend sein und ist definitiv eine krasse Erfahrung, aber aufgrund den Umständen können wir die Reise nur mäßig genießen. Das ist schade und wir sind ehrlich gesagt enttäuscht.

Sonntag, 10. August 2014

Hallo ihr Lieben!

Nachdem wir die letzten Tage in Venedig noch genossen haben-
Junges Pärchen: "Das sind auch Deutsche"
Fenja (zu uns): (...) dann wären wir echt aufgeschmissen"
Chrissi(antwortet):"dann wären wir wirklich richtig aufgeschmissen"
Junges Pärchen:"(...) aufgeschmissen (...)"
Caro (vorneweg):" WER IST AUFGESCHMISSEN??"
Alle lachen. -
ging es für uns am Freitag auf nach Dubai.
Zunächst liefen wir zwei Stunden (wir mussten natürlich wieder unbedingt Geld sparen) die Busstrecke schwer bepackt zum Airport. Danach verlief alles mehr oder weniger reibungslos und schon saßen wir auch im Flieger.
Den fanden wir richtig geil so mit mini "Fernseher" und allem. Das tollste war aber, dass wir nach einer Woche wieder eine warme Mahlzeit zu uns nehmen konnten. Perfekt!
In Dubai angekommen mussten wir uns erstmal am Flughafen zurech finden (man muss zum baggage reclaim mit der Bahn fahren. Lol), doch auch das ging eigentlich einfacher als erwartet. Zum Glück sprechen hier auch alle vernünftiges Englisch (wenn auch mamchmal mit missverdtändlichem Accent).
Kaum aus dem Flughafen raus dachten wir wir ersticken, so heiß ist es hier selbst noch um fast Mitternacht! (~34°)
Erster Gedanke: "Wie atmen die hier und wo ist die Luft hin??"
Im Taxi war es zum Glück kühler uns wir ließen uns zum Hotel chauffieren:)
Dort angekommen waren wir total überwältigt und dachten wir sind im falschen Hotel gelandet. Unser Gepäck wurde aufs' Zimmer gebracht und wir bekamen kalte Getränke zur Begrüßung. Allgemein kann man sagen, dass der Service und die Standards hier ganz anders sind.
Das freie Wlan wieder ausgekostet (Fenja und Chrissi fummelten mindestens 10 Minuten an den Steckdosen und dem Adapter herum, bis sie herausfanden, dass es einen on/off-Schalter gibt) vielen wir totmüde gegen 2 Uhr in unsere Betten (die erste Zeitverschiebung für uns!).

Am nächsten Tag schälten wir uns schon nach nur knapp 6 Stunden Schlaf aus den Betten.
Als wir in den Frühstücksraum kamen freuten wir uns einen Keks, so toll und lecker war das. Ganz anders als in Venedig. Toll:)
Mit vollen Bäuchen ging es dann auf Erkundungstur im Hotel. Schnell fanden wir heraus wo sich der Pool befindet und da kühlten wir uns auch schon ein paar Minuten später ab.




Danach chillten wir noch ein bisschen auf unserem Zimmer und bevor wir zur Safari abgeholt wurden unternahmen wir eigenhändig einen kleinen Spaziergang. Der war wirklich klein, denn schnell stellten wir fest, dass man nach fünf Schritten schon wieder unter die Dusche springen könnte. Jedenfalls zogen wir uns schnell nochmal um bevor uns ein netter Herr in weißem Gewand am Empfang begrüßte.
Wir stiegen in einen weißen Geländewagen und bekamen unterwegs noch Gesellschaft von einer Frau aus England und zwei Jungs aus Indien.
Die Fahrt dauerte etwas länger, weil die beiden Inder nicht da waren wo sie eingesammelt werden sollten bzw. unser Fahrer sie nicht finden konnte (die beiden wurden nicht am Hotel abgeholt. Hotels kennen die Guides hier alle auswendig, aber bei solchen Treffpunkten wird es manchmal schwierig bzw. es dauert länger).
An einer Tankstelle mitten in der Wüste konnten wir alle nochmal schnell zur Toilette und dann verließen wir die Straße und es folgte eine Achterbahnfahrt durch den Wüstensand.
Das war krass. Schon bald trafen wir auf zahlreiche weitere Jeeps und machten Pause. MITTEN IN DER WÜSTE.
Wir machten Fotos, ließen uns den Sand um die Ohren wehen und wussten gar nicht mehr wohin mit unserer Begeisterung.
Doch es kam noch besser! Wir fuhren weiter bis zur Straße und bogen dann bald wieder ab zu einem Camp. Davor stiegen wir einmal aus um Kamele und Sonnenuntergang zu fotografieren. Und dann befanden wir uns in einer Ummäuerung, in deren Mitte sich eine kleine Bühne befand und drumherum Sitzplätze und ganz süße kleine Tische. Wir legten unsere Taschen ab, zogen Schuhe aus und liefen ein bisschen umher, zu den kleinen Ständen am Rand. Wir bekamen so viele Getränke wie wir wollten und konnten uns umsonst ein Hennatatoo machen lassen. Manchmal weiß man gar nicht mehr was man sagen soll, so sprachlos und überwältigt ist man.
Es gab noch Stände mit Sand und Schmuck und nach einer kleinen Tanzeinlage von einem Herrn mit buntem leuchtendem Gewand stürzten wir uns auf das BBQ. WAR DAS LECKER!
Völlig satt genossen wir die Show. Eine sehr hübsches Mädchen tanzte in unserer Mitte und wir dachten nur: " So gelenkig wollen wir auch mal sein!"
Wir fragten uns die ganze Zeit was denn mit Kamelreiten wäre, aber wie sich herausstellte waren wir zu spät angekommen am Camp, sodass wir nicht genug Zeit hatten um dies noch vor Sonnenuntergang zu machen. Schade, aber einem geschenktem Gaul schaut man bekanntlich nicht ins' Maul (die Safari wurde uns von StaTravel geschenkt)
Nach der Show wurden wir dann wieder zum Hotel gebracht. Auf der Fahrt unterhielten wir uns alle noch nett und als wir auf unseren Zimmer waren dauerte es noch bis 2 Uhr, bis wir aufgeräumt, geduscht, Fotos ausgetauscht und aktualisiert und geskypt und geschrieben haben.
So ging ein wundervoller Tag zu Ende♡



Der nächste Tag startete früh, da wir einiges geplant hatten. Nach dem unglaublich leckerem Frühstück wagten wir uns in die Hitze und liefen zur nächstgelegenen Metrostation.
Mit einer Karte und bisschen Fragen funktionierte alles reibungslos und wir befanden uns auf dem Weg zum größtem Gebäude der Welt: dem Burj Khalifa.

Genial war, dass es einen direkten Weg von der Metro zum Gebäude gibt der klimatisiert ist.
Unten im Gebäude findet man sich in der riesigen Shopping Mall wieder und ohne die Karten (mit Touchscreen zu bedienen) verliert man schnell den Überblick.
Schnell kamen wir am Aquarium vorbei und besichtigten es zuerst. Haie, riesige Krokodile, süße Otter und Pinguine und viele Tiere mehr brachten uns zum Staunen und entzücken ("Guck mal!", "Ist das krass", "Ohhhh wie süüüüß")









Nach dem Aquarium liefen wir ein bisschen rum, machten Fotos und guckten uns ein paar Läden an. Dort gibt es echt alles!
Am coolsten war die Ecke mit den teuren Läden wie Dolce&Gabana, Luis Vuitton, Dior und und und...






Dann ging es aber endlich on the top of the world! Erstaunlich schnell kamen wir in der Schlange voran und  kaum hatten wir uns eingereiht waren wir auch schon oben. Die Aussicht war atemberaubend, jedoch wurden viele Fotos etwas überbelichtet. Die Sonne ist hier eben etwas extremer. Trotzdem waren wir überglücklich.






Wieder unten, liefen wir zum nächsten Supermarkt, kauften etwas zu Essen (billiger als die zahlreichen Essmöglichkeiten direkt in der Mall) und warteten bis 28 Uhr um die kleine Show der Watet Fountains zu bestaunen. Leider war die etwas kurz, aber die richtigen Shows finden erst gegen Mitternacht statt. Danach begaben wir uns totmüde auf den Rückweg und sind noch immer erstaunt wie gut wir doch bis jetzt eigentlich zurecht kommen.
Bevor wir zurück im Hotel mit waschen, duschen, packen, schreiben und skypen begannen,  sprangen wir nochmal schnell in den Pool. Das war genial!
Jetzt ist es schon wieder spät und wir machen gleich die Augen zu, denn morgen geht es schon früh raus und auf nach Delhi!
Gute Nacht:*