Montag, 29. Dezember 2014

Von Weihnachten bei 30 Grad und Schutzengeln

Hallo ihr Lieben!

Als kleines verspätet Weihnachtsgeschenk hier endlich ein neuer Blogpost! Wurde ja auch mal wieder Zeit;)


Während es eine Zeit lang recht unspektakulär zuging und es nicht viel zu erzählen gab (was auch Grund dafür ist, dass so lange kein neuer Post kam), ist in den letzten Wochen ganz schön viel passiert:

Zunächt einmal wurde Chrissi fast von einem Baum erschlagen. Jaja, da will man doch nur gemütlich ein Pferd wieder auf den Paddock bringen und dann wird einem einfach der Weg versperrt. Frechheit!:D
Nein, so lustig war es eigentlich nicht. Ein lautes Knacken in den Bäumen, ein Blick nach oben (in die falsche Richtung) und tadaa- ein aufgeschrecktes Pferd. Zum Glück! Ohne Dee Dees schnelle Reaktion wären sowohl Chrissi als auch DD nicht nur mit einem Schrecken davon gekommen.
Denn wäre DD nicht davongerannt und hätte Chrissi nicht ein bisschen mitgezogen....nein, dass wollen wir uns lieber nicht vorstellen!
Man sieht, Pferde sind gar nicht so dumm wie viele denken. Manchmal kann ihre Anwesenheit Leben retten. Ein großes Dankeschön daher an Dee Dee!



Claire meinte:"Das war eines deiner neun Leben." oder irgendwie so:P

Ja, so ein paar Leben sind gar nicht mal so übel. Ein paar Tage später folgte der nächste halbe Herzinfarkt: Gegen 17 Uhr, Feierabend, zwei müde Mädchen auf dem Weg zu ihrer kleinen Unterkunft, ganz in Gedanken versunken. Neben einem Paddock (vor Chrissis Füßen) lag ein Stock. Ein dicker Stock. Ein Stock mit Augen. Ein Stock mit roter Zunge. Und bäääääm, Chrissi machte einen Satz zur Seite es folgte ein spitzer Schrei. Und Caro dachte die Welt geht unter.
Unser "Stock" war kein gewöhnlicher Stock. Er war eine Schlange. Die verzog sich auch ganz schnell wieder in das hohe Gras und wir schafften es nicht mehr ein Foto zu machen.

Das war Schreck Nummer zwei. Nummer drei folgte direkt einen Tag später, als Chrissi die Longiersachen aus einem kleinen Schuppen neben dem Round Yard holen wollte. Genau da wo die Schlange einen Tag zuvor verschwand. Joa, sie hatte ja auch nicht Tschüss gesagt und so grüßte sie nocheinmal.Chrissi wollte ihren Augen kaum glauben, hatte sie doch gerade noch gedacht "Vielleicht ist die Schlange ja noch da". Es folgte ein lautes Rufen:"Caro gib schnell dein Handy her!" Da hatte unser "Stock" wohl aber endgültig die Schnauze voll, verzog sich ohne sich einmal ablichten zu lassen und ließ sich nie wieder blicken. Und wenn sie nicht gestorben ist dann lebt sie auch noch heute.
(Claire:" Ja, an der stirbt man nicht, aber ein Biss kann sehr wehtun" Wie beruhigend oder?:D)

Da unsere Zeit bei Tennyson Stud bald zu Ende ist sind wir auf der Suche nach einem neuen Job. Ein bisschen muss sich unsere Reisekasse noch wieder aufbessern. Da die Australier scheinbar nicht zu der Sorte gehören, die auch wieder zurückschreibt (nein, wir sind nicht die einzigen mit diesem Problem) entschlossen wir uns einfach in die City (Sydney) zu fahren und uns dort umzuschauen. An einem Dienstag hatten wir unseren nächsten Day off. Einen Tag vorher wurden unsere Pläne aber fast wieder über Bord geworfen. Eine Geiselnahme im Lidt Cafe (bei dem wir uns unteranderem auch beworben hatten) am Markusplatz sorgte für Aufruhr und es war nicht klar, wie sicher es für uns in der Stadt sein würde. Wir hingen am Fernseher und konnten es nicht fassen, was nur 1 1/2 Stunden von uns entfent vor sich ging. Wir entschlossen uns, am nächsten Morgen nochmal zu schauen wie es in Sydney aussieht. Als wir ins Bett gingen, sah es noch so aus als würde man die Situation bald in den Griff bekommen, konnten doch schon einige Geiseln fliehen. Als unser Vater uns aber wie immer jeden Morgen zum skypen anrief waren wir erst noch total verschlafen, bei den Worten "Drei Menschen sind tot" aber hellwach. Wir schalteten sofort den Fernseher ein und konnten es nicht fassen. In der Nacht starben zwei Geiseln und der Geiselnehmer selbst. Und nicht nur in Sydney passierten schreckliche Dinge. Auch in Philadelphia, Belgien und in einem anderem Land (uns fällt leider nicht mehr ein welches) gingen Dinge zu, die man einfach nicht wahrhaben möchte. RIP an all die unschuldigen Menschen die ihr Leben lassen mussten!





Wir fuhren also doch nach Sydney rein. Im Zug stellten wir dann fest, dass Inder hier keine Seltenheit sind. So rassistisch das leider auch klingen mag, aber seit den drei Wochen in Indien können wir ein leichtes Unbehagen in der Anwesenheit von so vielen indischen Leuten leider nicht ganz unterdrücken (Selbstverständlich ist uns bewusst, dass keiner dieser Leute etwas dafür kann).
Aber wir arbeiten dran.
In der Stadt liefen wir zunächst zum berühmten Opera house. Dieses war wieder offen (es war während der Geiselnahme aus Sicherheitsgründen abgesperrt wurden), auch wenn wir erst durch eine Taschenkontrolle mussten. Dann aber liefen wir die Stufen hoch die wir schon so oft auf Bildern und im Fernsehen gesehen hatten. Endlich!


Nach dem Opera House liefen wir wieder Richtung Innenstadt. Wir wollten zum Queen Victoria Building. Wir suchten uns extra einen Weg aus der am Markusplatz vorbei führte, da wir nicht unbedingt in das Getümmel kommen wollten. Pustekuchen. Irgendwann kam eine Absperrung. Als wir sahen, dass diese nur für Autos war und die Gehwege frei waren gingen wir zunächst weiter, drehten aber keine zehn Meter weiter wieder um. Da stand ein Kamerateam welches gerade zwei Reporter (die wir schon aus den Nachrichten kannten) vor der Linse hatten. Es wäre zwar kein Problem gewesen weiterzugehen, allerdings waren wir nicht so scharf darauf denen ins Bild zu laufen. Also machten wir kehrt und bogen einfach in die nächste Straße ein. Wieder ein paar Meter weiter fanden wir uns dann aber doch in einer großen Menschenmenge wieder, links von uns eine Absperrung und Polizei. Der Markusplatz dahinter. Wir bahnten uns einen Weg durch die Menschen und entdeckten die Stelle, an der bereits zahlreiche Blumen abgelegt wurden. Wir konnten nicht anders und blieben für einen kleinen Moment stehen. Ein paar Stunden zuvor hatten sich hier unfassbare Szenen abgespielt und es war ein komisches Gefühl dort nun zu stehen. Als wir weitergingen gab es kaum Menschen, die ohne Blumen in der Hand uns entgegen kamen. Sogar ein paar Straßen weiter kamen sie uns noch mit Blumensträußen in der Hand entgegen. Viele Blumenstände waren fast leer gekauft. Wir sahen eine junge Frau weinen, neben ihr eine weitere Frau und eine Polizistin.


Wir liefen noch eine ganze Weile rum, schauten uns die Läden an und genossen unseren Frozen Yoghurt. Einfach geil dieses Zeug!

Im Queen Victoria Building waren wir auch, aber welches das nun genau war wissen wir nicht mehr. Wir liefen nur irgendwann nach tausendmal im Kreis laufen dort raus. Hmm....
Außerdem fragten wir hier und da nach Jobs und schoben zu guter Letzt unsere Lebensläufe unter eine Tür eines Ladens durch, der nach Kellnern suchte, aber leider geschlossen hatte.
Dann gingen wir zurück zum Zug.

Ein oder zwei tage später färbten wir dann unsere selbst geschnittenen Haare. Wir wollten wieder einen anständigen farbverlauf (die Sonne ruiniert die Haare hier so ziemlich) und außerdem hieß es für Caro back to blond! Das Resultat war nicht ganz so hell wie wir es erwartet hatten, wir sind aber trotzdem zufrieden.

Das nächste spektakuläre Ereignis war an einem Morgen, als Chrissi noch verschlafen und eher weniger gut gelaunt aus der Tür trat und neben sich etwas rumpeln hörte.
Da standen doch tatsächlich zwei Kängurus neben unser kleinen Unterkunft zwischen Pferdeanhänger und all möglichem Krimskrams (was sie da wohl suchten?). Sie waren wohl genauso verdutzt wie wir und machten sich auch schnell vom Acker. Dieses mal konnten wir sie aber noch ein bisschen filmen. Warum das nun so besonders war? Die beiden gehörten nicht zu den kleinen Wallabys die wir bisher immer gesehen hatten. Nein, diese beiden waren größer als wir selbst (zum vergleich, wir sind 1,71 m groß).

Ein paar Tage später kamen dann Freunde von Claire und auch die drei deutschen Mädchen die für sie arbeiten zum Dinner. Wir kannten sie bereits und verbrachten einen ganz netten Abend zusammen. Den Abend drauf waren wir dann bei ihnen zu Besuch. Es fand eine große Geburtstagsparty statt, es wurde Cricket und Volleyball gespielt, einige sprangen auch mal in den Pool. Caro versuchte sich dann beim Lasso werfen und stellte fest, dass es viel leichter aussieht als es tatsächlich ist.

Wieder ein paar Tage später nahm uns Claire mit nach Windsor, da sie noch etwas erledigen musste und wir die Zeit solange etwas rumbummelten. Als wir ein Einkaufzentrum wieder verlassen wollten waren wir total erstaunt. Hatten wir es noch bei strahlendem Sonnenschein und einer stickigen Hitze betreten stürmte und regnete es nun. Was machen Chrissi und Caro? Rennen trotzdem zurück Richtung Auto!:D Als wir an einem Eiscafe vorbeiliefen entdeckten wir Claire und zwei der deutschen Mädchen, die zufällig auch dort waren und darauf warteten, dass der regen nachließ. Somit schlüpften wir schnell in den Laden und entkamen dem Regen für eine Weile. Während wir warteten donnerte und blitzte es wie man es sich kaum vorstellen kann und drei oder vier mal viel der Strom aus.
Auf dem Rückweg sahen wir dann einen Baum nach dem anderen der umgefallen war, umgekippte Mülltonnen schmückten die Straßenränder und man sah, wo sich der Regen in kleine Bäche die Hänge runtergeschlichen hatte. Bei Tennyson stud ist das Dach eines Stalls auch einfach mal in den Paddock gegenüber gewandert. Jetzt hat man wieder den Durchblick!
Das schlimmste jedoch: Wir hatten bis zum nächsten Tag kein Internet mehr. Selbst am nächsten Morgen funktionierte es noch nicht und so zapften wir das vom Haus oben an. Einziges Manko: Es funktionierte nur vor unserer Haustür. Also Stühle raus und mit den Armen in der Luft rumgefuchtelt, bis das Handy endlich anzeigte, dass es Empfang hatte. Das wir peinlich sind wissen wir ja schon:P "Das ist Schicksal".

Und dann stand auch schon Weihnachten vor der Tür. Na ja, laut Kalenderplan jedenfalls. Uns kommt es viel mehr so vor, als hätten wir Weihnachten verpasst. Es ist einfach zu confused. Weihnachten im Hochsommer? Gegen Abend machten wir uns mit Mike auf eine ca. 1,5 Stunden Fahrt zu seiner Schwester, die ebenfalls in Sydney lebt und in deren Haus sich die Familie zum Chrismas Dinner versammelte. Eine ziemlich verrückte und so freundliche Familie! Soweit wir herausbekommen konnten, waren neben Mikes Schwester, dessen 2 Töchter und einen Sohn und dessen Vater (?), auch Mikes Bruder und Mutter da, sowie eine weitere Dame und einen jungen Mann, dessen Verwandtschaft zu Mike wir nicht ganz sicher waren. Wir wurden herzlich begrüßt, ließen uns das köstliche Essen auf der Zunge zergehen und saßen nach dem Dinner mit in einer gemütlichen Runde der Bescherung. Ein kleines Erinnerungsstück am australischen Weihnachten im Sommer und etwas Schokolade gab es dann für uns womit wir überhaupt nicht gerechnet hatten und uns wirklich darüber gefreut haben! Jetzt fragt sich vielleicht der/die ein/eine oder andere warum am 24 Dezember Bescherung, wenn es doch für Australien typisch ist, dass die Bescherung am Morgen des 25 Dezember stattfindet. Da Mikes Familie aus Europa stammt, blieb man wohl beim europäischen Weihnachtsbrauch.

Zurück in unserer kleinen Wohnung wurden dann noch schnell Weihnachtsgrüße versendet und dann hieß es auch für uns: Schlaaaaaaaaafen! Da wir ja schon auf der Rückfahrt im Auto halb weggenickt sind. Ach ja: War schon Weihnachten?
Am erste Feiertag hatten wir dann Lunch bei Mike und Claire und zogen uns danach 2 Filme rein, in dem echt mega coolen Movieroom. So mit riesen Billardtisch in der Mitte und großer "Leinwand" dahinter, wurde es sich auf den Sofas gemütlich gemacht und auch Hund und Katzen wollten mit schauen. Besonders Polo liebt es zunächst auf unserem Bauch herum zu trampeln, bis sie sich dann doch endlich fallen lässt und leise vor sich hin schnurrt. Am 27 machten wir dann eine weitere Erkenntnis. Es gibt hier gar keinen zweiten Weihnachtsfeiertag! Schön wenn man das weiß, nachdem man für 3 Weihnachtstage eingekauft hat und dass der dritte gar kein Feiertag mehr war.

Vor ein paar Tagen dann, das Licht war bereits aus und wir fast eingeschlafen, hörten wir ein immer lauter werdendes Miauen vor unserer Tür. Als wir diese dann öffneten, lief Polo an unseren Füßen vorbei und folglich nickte sie auf unseren Betten in unserer Mitte ein, bis wir sie dann aber doch lieber wieder raus schickten, da wir nicht sicher waren was sie anstellen würde, wäre sie bei uns geblieben. Polo dachte sich dann wohl am nächsten Morgen unseren Wecker spielen zu müssen und so bekam sie doch noch ihren Willen und schnurrte in unseren Betten während wir uns zum Pferdefüttern fertig machten. Diese Schmusekatze!

So, da ja bald auch schon Sylvester ist und wir uns das Feuerwerk in Sydney nicht entgehen lassen wollen und bestimmt noch das ein oder andere passiert, werdet ihr bald wieder von uns hören.
Bis dahin,

Eure Caro und Chrissi

 Post aus Deutschland♡
 Überdemensionale Ameise

 Leggaaaa😋
Jo...kein ding...chill😎

Mittwoch, 12. November 2014

Und wieder sind ein paar Wochen rum!

Am Montag hieß es wieder früh aufstehen, die Pferde wollen gefüttert werden! Also stiegen wir um 7 Uhr morgens in den Van und drehten die Runde um die Paddocks. Nach dem Füttern holten wir wieder die Pferde nach und nach hoch, putzten sie und longierten sie wenn nötig, so dass Claire nur schnell das Pferd wechseln musste. Das ging dann bis zur Mittagspause so. Nach der Pause wurden noch zwei Pferde geritten und dann verluden wir unseren Liebling Wincey. Wir fuhren mit ihm zu Helen Chugg auf die Diamond B Farm, wo er von Amanda gesprungen wurde. Der "Kleine" (er ist um die 1,70 m) liebt das und hüpfte zwischen den Sprüngen teilweise freudig in die Luft. So ein Spinner!
Zurück bei Tennyson Stud stand dann die Abendfütterung auf dem Programm und danach hatten auch wir endlich Feierabend! 

Dienstag war noch ein anstrengender Tag. Abgesehen davon, dass wieder um die 10 Pferde gesattelt und longiert werden mussten, damit sie für Claire fertig zum reiten waren (die zwischendurch auch noch riding lessons gab), machten wir noch Charlies Paddock sauber, reinigten die Sattelkammer, machten die Arena wieder etwas eben und rupften Unkraut von den Paddocks. 
Fing es noch mit "Mensch das ist ja gar nicht so viel" an, hieß es auf der nächsten Wiese "Holy shit!". 
Völlig erledigt gaben wir irgendwann auf und gingen füttern. 

Mittwoch startete wie üblich mit füttern. Schon von oben sahen wir, was Dee Dee mit ihrer Decke angestellt hatte. Völlig zerfetzt und nicht mehr zu gebrauchen! 

Bevor wir danach wieder einige Pferde sattelten wurden Andres, Ellies, Gemmas und Crystals Zähne sowie Andres Rücken gemacht und außerdem war die Tierärztin da um irgendwas bei Elli nachzuschauen, da diese trächtig ist. Während wir Lunchpause hatten ging es für Claire schnell mit einer Unterrichtsstunde weiter. Dann ritt sie wieder und gab nebenbei noch eine Reitstunde. Währenddessen liefen wir auf und ab, holten Sattel, Schabracke und co. und brachten sie wieder weg, putzten Pferde usw.   
Nachdem Laura, ein Mädchen von der Diamond B Farm eine Unterrichtsstunde hatte, machten wir Diamond und Dee Dee fertig, da Josh, ebenfalls von der Diamond B Farm, diese reiten sollte. Und dann stand wieder die Abendfütterung an und schließlich hatten wir endlich Feierabend. In der prallen Sonne ist die Arbeit hier doch schon ganz schön hart und dann ist noch zu bedenken,  dass wir uns hier auf einem "Hügel" befinden und hier so gut wie nichts eben ist. 

Der Donnerstag startete dann für uns erst eine halbe Stunde später, da wir die letzten Tage immer etwas länger arbeiten mussten. Ja, eine halbe Stunde länger Schlaf macht einen Unterschied!  Auch wenn nur einen ganz kleinen...
Nach dem Füttern gab uns Claire Aufgaben. Sie selbst war den Tag über nicht da. So schaufelten wir wieder Sand aus den Ecken in der Arena, longierten unseren kleinen Riesen Wincey und pflückten den Rest Unkraut von den Paddocks. Das dauerte auch so seine Zeit.
Danach verzogen wir uns in unsere "Wohnung", denn draußen war es viel zu heiß! Wir aßen und räumten auf und bei dem nächsten Blick nach draußen kam eine Gewitterfront auf uns zu. HERRLICH! Wir freuten uns dann noch über Angus (Hund) der uns einen kleinen Besuch abstattete und einfach mal ein bisschen bei uns döste. Und wieder bisschen Zucker naschte:D Er liebt Zucker! 
Claire kam etwas früher zurück als sie es uns gesagt hatte und so mussten wir mal wieder springen und Cindy schnell holen, die noch irgendwohin gebracht werden sollte. Während Caro dann schon mit der abendlichen Fütterung anfing versuchten Claire und Chrissi die Stute in den Truck zu kriegen. Das arme Tier war so ängstlich, dass es seitlich wieder herunter ging und sich dabei am Bein eine blutige Wunde zuzog. Hier   war eindeutig ein Mangel an Hängertraining festzustellen. 
Cindy sprang dann irgendwann doch noch auf den Hänger und Chrissi konnte Caro beim Füttern helfen.
Nach der Arbeit irgendwann im Dunkeln liefen wir dann wieder runter zur Sattelkammer und nutzten die Waschmaschine. Uhhh war das gruselig:D



Am Freitag hieß es wieder um 5 Uhr aufstehen, da wir mit Claire zu den Australien Dressage Championships im Sydney International Equestrian Center fuhren. Dort angekommen erfuhren wir dann, dass sie unsere Hilfe gar nicht braucht und wir erst um 15:30 Uhr wieder fahren würden. Außerdem meinte Claire, dass Michelle und Amalie doch nicht kommen könnten, da sie auf eine Stute aufpassen mussten deren Fohlen bei der Geburt verstorben ist. 
Also guckten wir uns das Gelände nochmal etwas genauer an und pflanzten uns dann aber in der Indoorhalle auf eine Bank, da es dort um einiges kühler war. Dort quatschten wir und schauten den Reitern mit ihren schönen Pferden zu. So verging die Zeit und irgendwann fielen uns vor Müdigkeit beinahe dir Augen zu:/
Dann schickte uns Michelle aber eine SMS. Sie und Amalie hatten es doch geschafft kurz vorbeizuschauen:) so setzten wir uns zu ihnen auf die andere Seite und unterhielten uns noch ein bisschen. Als sie wieder los mussten beschlossen wir, die Stände draußen nochmals abzuklappern und notierten uns so einige interessante Marken. Danach brauchten wir dringend wieder den Schatten der Halle! Eine halbe Stunde später als verabredet fuhren wir dann auch wieder zum Hof zurück. 
Allerdings hatten wir noch lange kein Feierabend. Wir mussten Füttern und Claire holte Cindy wieder ab, die auch in den Paddock nach unten gebracht werden wollte. Völlig erschöpft gesellten wir uns dann zu Laura, Michelle und Amalie. Sie waren vorbeigekommen um sich von Claire die Pferde und vor allem die Fohlen zeigen zu lassen. Danach guckten sie sich noch Bilder an und Caro blieb auch da, Chrissi aber ging schon zurück zur Wohnung. Es war einfach ein viel zu harter Tag und obwohl wir eigentlich dachten am Samstag einen freien Tag zu kriegen hörten wir leider nichts desgleichen. 

Also wurde Samstag wieder in aller früh gefüttert. Danach standen 9 Pferde auf dem Programm die geputzt, gesattelt und getrenst werden sollten, damit Claire sie reiten konnte. Wir waren soooo erledigt. 
Die Mittagspause viel dann auch recht kurz aus, da wir mal wieder einkaufen mussten. Immerhin mussten wir uns nicht wieder so beeilen dabei. Und danach hatten wir auch nichts mehr zu tun "außer" die Pferde um 16 Uhr wieder zu füttern. Wir ließen nach einer schnellen Dusche alles stehen und liegen und vielen totmüde in unsere Betten.
Großartig spannendes passierte auch in den nächsten Tagen nicht. Das übliche: Pferde füttern, fertig machen, longieren, Sättel und Trensen putzen usw..
Wir verbrachten dann noch einen schönen freien Tag in Windsor;



Zeit die Läden genaustens zu durchstöbern. Nachdem dabei tatsächlich 8 Stunden drauf gingen und Caro ohne zu bezahlen mal einfach so aus dem Laden gelaufen ist (niemand hats bemerkt:D ), und dann natürlich doch noch zurück ging um den einen Dollar zu zahlen (mensch, sind wir sozial^^), sowie einen anderen freien Tag, der ausgiebig mit skypen und ausschlafen verbracht wurde, gab es auch die Tage, an denen wir wieder auswärts waren.
Zum einen waren wir an zwei Tagen auf einem netten, kleinen, aber doch unglaublich schönen, Hof, wo Claire mit ihrer Stute Dee Dee und ihrem Hengst Charly bei Jeremy Steinberg Unterricht bekam.




Als wir am ersten Tag dort ankamen und den Truck öffneten um die Pferde zu entladen musste zunächst einmal der erste Schock verdaut werden. Charly hing mit einem Bein über der "Abgrenzstange". Während Chrissi damit beschäftigt war Dee Dee zum Putzplatz zu bringen, Claire Hilfe holen ging und Caro versuchte Charly ruhig zu halten, machte dieser einen Sprung mit den Vorderbeinen und befreite sich irgendwie selbst. Puhhh, alles ist gut gegangen! Auf der Rückfahrt wurden dann lieber die Positionen getauscht: Stute hinten, Hengst ganz vorne. Dazu muss man sagen: Charly macht das als Hengst trotz verlockender und attraktiver Dame im selben Gefährt, echt mega gut mit!
Zudem verbrachten wir einen tollen Nachmittag und Abend direkt in Sydney. Wir schlenderten mit Claire und Michael den Bondi Beach entlang und ließen die zahlreichen Kunstwerke der "Sculpture by the sea" Ausstellung auf uns wirken. 



Beim Geruch des Salzwassers fühlten wir uns gleich richtig wohl dort (keine Ahnung warum Salzwassergeruch eine solche Wirkung auf uns hat). Nachdem wir den tollen Blick auf den Strand mit den Surfern, Skatern und der mit Menschen gefüllten Promenade in Fotos festhielten, ließen wir den Tag mit einem schmackhaften Dinner in einem netten Restaurant ausklingen. Vom Tintenfisch konnten wir gar nicht genug kriegen:D. Wir statten noch einen Besuch bei Freunden oder Verwandten (?) Von Claire ab, wo wir noch lecker Eis aßen, bevor wir dann die Rückfahrt antraten, die am Opernhaus vorbei und über die Harbour Bridge führte. Gegen 23 Uhr zurück auf'm Hof übernahm Caro dann das Steuer und wir drehten zu zweit unsere allererste Nachtfahrt zum späten Pferde füttern. Angus erlaubte sich dann den Spaß uns einen riesen Schrecken einzujagen, als er aus dem Nichts ankam und auf einmal neben dem Van im Scheinwerferlicht da stand und uns, sich nicht rührend, anstarrte. An einen weiteren freien Tag fuhren wir gemeinsam mit Claire zu einem Pferderennen. Als wir dort ankamen fragten wir uns:"Wo sind wir gelandet? Beim Karneval?". Alles weibliche steckte in komischen "Kostümen". "Sexy" Kleid, Stöckelschuhe und Hut auf dem Kopf -  nein entschuldige: "Große runde Scheibe mit Haribos vor der Stirn". So völlig normal gekleidet kamen wir uns ab und an etwas fehl am Platz vor^^. Trotzdem genossen wir den Tag. Auch wenn wir so gut wie bei jedem Rennen über das riesige Feld blickten und ne gefühlte Ewigkeit nach den Pferden suchten, die laut Übertragungsbildschirm doch schon mitten im Rennen sein mussten.




Ein Pferd lief dann noch ohne Jockey auf dem Rücken ins Ziel, wobei dem Jockey glücklicherweise durch den Fall nichts schlimmeres zugestoßen ist.
Da eine Nachtfahrt ja nicht genug ist, durchstanden wir auch eine im strömenden Regen und Gewitter. Wir wollten gerade mit dem Van zurück von den Paddocks den Hügel hoch um das Futter für den nächsten Morgen vorzubereiten, als es so stark anfing zu gießen, dass wir kaum noch etwas sehen konnten, es donnerte und blitze direkt neben uns alle halbe Minute!  Chrissi:"Nein, komm, lass uns den Van noch packen" - Caro:" Sicher?" - Chrissi öffnet die Tür, bleibt sitzen, schließt die Tür - Chrissi:"Ok, wir machen das morgen früh". Und dann tauchte Angus auf einmal auf und wir nur:"Angus! Jump in the Van!!!". Da legte er sich zwischen die Sitze, während Caro sich den Weg zu unserer kleinen Wohnung durchbahnte. Es brauchte dann viel Überredungskunst um Angus dazu zu motivieren aus dem sicheren Van zu springen und den einen Meter ins "Haus" zu laufen, wo er sich dann auf seinem kleinen Sessel einkuschelte, während wir uns von Nässe und Sand befreiten.
In der übrigen Zeit machten wir dann noch die Begegnung mit Spinnen der nicht ganz so netten Art. "If they bite you,  you will end in a Hospital". Na ja, einfach Stein nehmen und zerquetschen:P Außerdem hatten wir kurz Zeit in einem Reitershop zu stöbern, wo wir kurz halt machten, da Claire etwas benötigte. Nicht unbedingt größer als wir es kennen, aber dafür mit umso mehr was wir lieben! Wir kamen gar nicht mehr raus aus dem staunen! Westernhüte und Stiefel, Sättel, Schabracken, Halfter, Stricke,  Trensen uvm. von Marken wie Eskadron und co. 😍 Sogar Monty Roberts Halfter gab es in verschiedenen Größen und Farben und Dvds zu seinen Methoden (pro Stück 125 Dollar!). Hätten wir das Geld, wir hätten den Laden ausgekauft!:D Mal sehen was die nächsten Tage noch alles so passiert. Da wir leider immer ziemlich beschäftigt sind, kommen wir nur selten dazu, den Blog auf den neusten Stand zu bringen. Aber ihr werdet trotzdem noch so schnell wie möglich , und sobald es wieder was zu berichten gibt, von uns hören!

Montag, 20. Oktober 2014

Die Woche startete mit einem 'Day off', denn das Wochenende auf einem Tunier war nach einer harten Woche ganz schön anstrengend gewesen. Wir freuten uns und schliefen erstmal schön aus:)
Danach wurde entspannt gefrühstückt und irgendwann fuhr uns Claire dann in die "Stadt". Wir guckten uns Richmond etwas genauer an, jedoch gab es bis auf ein paar interessante Läden die teilweise aber leider geschlossen waren nicht viel zu sehen. Deshalb kauften wir schnell nochmal ein paar Lebensmittel ein und Claire sammelte uns auf ihrem Rückweg von einer Massage wieder ein.
Abends hatten wir dann ein Dinner bei Claire mit den drei Mädels von Helen (Diamond B Farm, wo wir erst einen Job zugesagt bekommen hatten). Michelle kannten wir ja schon und nun lernten wir auch Amalie (Dänemark) und Laura (Australien) kennen. Es war ein sehr schöner und interessanter Abend:)

Dienstag war dann wieder Arbeit angesagt. Trotzdem verlief alles recht reibungslos und der Tag war ruhig und entspannt. 

Die nächsten Tage war es teilweise so kalt, dass wir mit Pulli und Regenjacke rumliefen. Kaum vorstellbar bei den Temperaturen am Wochenende zuvor!
Claire hatte an zwei Tagen Unterricht bei Gareth Hughes im Sydney International Equesterian Centre. Unglaublich das riiiieeeeesige Gelände und die tolle Reithalle! Und wie schön Charlie (Claires Stallion) aussah. Die neuen Schabracken standen ihm unglaublich gut. Schien er auch zu wissen, er wieherte ganz oft dieser kleine Angeber:-)
Auf der Rückfahrt hatten wir dann beide male immer damit zu kämpfen die Augen offen zu halten. Wenn man auch um kurz nach 5 aufsteht um vorher noch Pferde zu füttern-.-




Außerdem waren Bekannte von Claire gekommen um ein paar Pferde auszuprobieren. Wir bereiteten vier Pferde vor und sie sahen alle so wunderschön aus! 
Und der Trick mit dem Sprühöl im Schweif für mehr Glanz ist notiert hihi.
Leider wollte die Frau aber keines der Pferde kaufen. Sie scheint es sich damit wohl etwas schwer zu machen, hat sie wohl schon um die 40 andere Pferde zuvor ausprobiert.
Elliot

Chocolate

Andre und Chrissi


Samstag gingen wir noch mit Claire nach der Arbeit ein bisschen ei kaufen und dann lud sie uns zum Dinner in einen Pub ein. Ja, die Pubs scheinen hier in Australien um einiges größer zu sein als in Deutschland. Wirklich! Wir sind erstmal durch den halben Laden durch. Wir waren total überrascht von den großen Portionen. Wir aßen zwar alles auf, hatten danach aber das Gefühl für den Rest unseres Lebens genug gegessen zu haben haha.


Am Sonntag war dann das Highlight der Woche. Melissa, Owner of Russel&Cracker hatte einen Parkplatz gemietet auf einem großen Event mit Polo und Showjumping. Das war so genial!  Wir parkten direkt neben dem Spielfeld und Picknickten, alle waren schön gekleidet und wir ließen uns von der Sonne grillen. Die war am Wochenende mal wieder unfassbar stark und wir kriegten trotz viel Sonnencreme mal wieder einen Sonnenbrand-.- jetzt sind wir rot hahaha.
Wir stöberten ein bisschen zwischen den kleinen Ständen, freuten uns über die tollen Fotos die wir von den Springreitern machen konnten, staunten über die Oldtimer  auf den VIP- Parkplätzen, beobachteten wie ein Pferd nach einem misslungenen Sprung ohne Reiter querfeldein lief (nichts passiert und Pferd schnell zwischen den Bäumen wieder eingefangen) und liefen mot den anderen zahlreichen Besuchern nach jedem Polospiel über das Feld um die Löcher im Rasen zu stopfen.









Ansonsten verlief die Woche mit großen Spinnen, nächtlichem Wäsche waschen in der Sattelkammer (und Kängurusiluetten mit der Taschenlampe erhaschen) und mit dem Van den aus dem Nichts erschienen Zaun schrotten ( claire hatte ein dünnes elektoband an einer stelle aufgebaut,  wo sonst nie Pferde stehen und wir sind nichtsahnend und nichtssehend (sonne blendete ziemlich) hinein gebrettert. Aber einfach wieder zusammenknoten und everything was ok). Und dann dirften wir endlich auch mal selbst mit den Pferden arbeiten und sie longieren! Wuhuu♡


Bis dahin,

Eure Chrissi&Caro♡

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Da uns Krabi etwas unspektakulär erschien verbrachten wir die Zeit mit Essen gehen, Rucksäcke flicken und wie im letzten Beitrag schon erwähnt, dem Haare färben. Aufgrund der Tatsache, dass wir ein Zimmer nur für uns hatten, konnten wir auch mit dem Bad, welches sich zum Teil auf dem Flur befand und man bei Regen eine extra Dusche bekam, ganz gut leben. Nach zwei Nächten brachen wir erneut auf und landeten 10 Stunden später in Penang.  Nach einer ungemütlichen Fahrt in einem Mini- Bus, indem wir gefühlte tausend mal fast an die Decke geflogen sind, da man hier wohl Straßenhuckel mit Vollgas ansteuert, und wir die nervende Passkontrolle an der Grenze (es ging ja nun nach Malaysia) hinter uns gebracht hatten, nahmen wir unsere Betten in einem 20-Bett Zimmer ein. Gegen Abend gingen wir dann auf die Suche nach einem Geldautomaten, da wir nun ja kein Bargeld in der neuen Währung bei uns hatten. Allerdings blieb unsere Suche erfolglos, sodass wir erst am nächsten Tag das Hostel bezahlen konnten. Aber alles kein Problem. Leider gab es lediglich Ventilatoren, die allerdings nicht viel bewirkten, sodass wir am nächsten Morgen dank der Hitze klitschnass aufwachten und erstmal unter die Dusche sprangen. Das inkludierte Frühstück bestand dann, und wie sollte es anders sein, aus Toast, schlechten Kaffee, zerstochener Butter und übersüßer Marmelade.  Trotzdem aßen wir etwas.
Die Hitze war unaushaltbar.  Also verließen wir erst gegen Abend erneut das Hostel um die Gegend zu erkunden und ja, wieder Essen zu gehen. Nach dem nicht ganz so appetitlichem Frühstück knurrten unsere Mägen.  Allerdings war alles so extrem scharf, dass wir unseren Speiseplan auf Schokoeis und Kekse umstellten. Um die Apotheke kamen wir auch in diesem Ort nicht rum, denn Caro plagten zahlreiche Stiche/Bisse an Beinen, Armen, Füßen und an der Hüfte. Unsere Vermutung: Bettwanzen-.- Der Juckreiz war unaushaltbar. Also wurde der Rucksack mit speziellem Spray eingesprüht und die Klamotten unter dampfenden Wasser in der Dusche gehalten.  Zudem verbrachte Caro die nächsten zwei Nächte mit in Chrissis Bett, da sich die Hostelbesitzer ja so sicher waren, dass es keine Bettwanzen seien, nachdem Caro ihnen ihre zahlreichen Stiche gezeigt hatte. So gingen die Tage dahin. Ach apropos Dusche: Genial ist es auch, wenn dan Wasser horizontal aus der Wand kommt und direkt ins Klo gegenüber zielt:'D
Zum ersten mal in unserem Leben machten wir dann Couchsurfing bei unserem nächsten Stopp. In Kuala Lumpur angekommen holte uns  "Isi" an der Bahnstation ab und trug sogar einige unserer kleinen Rucksäcke bis zu seiner Wohnung. Als Studentenwohnung leicht kahl eingerichtet, aber mit sehr viel Platz. Wir lernten seine Mitbewohner und Freunde kennen und chillten auf dem kleinen Balkon, von wo aus wir den Innenhof und den Pool sehen konnten. Leider aber war genau an unserem Ankunftstag der Pool für eine Zeit lang geschlossen worden. Bis wir abends gemeinsam mit Isi und einem weiteren Mädchen das er aufgenommen hat auf den Nachtmarkt essen gingen, schliefen wir und relaxten. Und ein wenig Sightseeing war auch noch drin: Isi zeigte uns die Twintowers, wofür er extra das Parkhaus zahlte. Außerdem bezahlte er für uns das Essen wovon wir ziemlich überrascht waren. 





Als wir dann endlich gegen 1 Uhr morgens schlafen gehen konnten (wir teilten uns zu dritt sein etwas größeres Bett) waren wir bereits hundemüde. Am nächsten Tag stand dann shopping und eine Foodtour auf dem Programm. In einer Shoppingmall genossen wir den Tag und machten uns dann auf zu dem Treffpunkt an einer Metrostation für die Foodtour. Dort trafen wir schnell auf ein deutsches Pärchen, das ebenfalls an der Foodtour teilnahm. Wir waren so kaputt, dass wir uns irgendwo auf den Boden setzten. Nach ein paar Minuten kam ein Typ auf uns zu, hockte sich neben uns und laberte irgendetwas von Party. Wir verhielten uns ein bisschen abweisend bis wir schnallten, dass er unser Tourguide war! War das verwirrend. Wir mussten noch auf ein amerikanisches Pärchen warten und brachen dann auf. Wir machten überall halt, aßen und tranken teilweise sehr komische Sachen die interessant und auch lecker waren. Habt Ihr schon mal Eis mit Mais gegessen? Caro war dann nebenbei noch so schlau den Fisch mit Gräten zu essen und wir wurden von einer Katze belästig, die dann leider etwas unsanft von Chrissi bei dem Versuch auf den Schoß zu springen bei Fenja landete und ihr ein paar Kratzer verpasste. 




Bei einem Inder war dann der letzte Stopp und wir waren trotz unserer Mühe, von allem immer nur ein bisschen zu probieren, pappsatt. Der Tag hatte ein wirklich gutes Ende.

Am nächsten Morgen brachen wir sehr früh auf um den Bus mach Melaka zu nehmen. Ziemlich stressig,  da die Leute am Ticketschalter Probleme hatten unsere Tickets auszudtucken und der Bus wartete. Chrissi nahm dann versehentlich noch beinahe den halben Mülleimer mit. Wenn das scheiß Teil auch an der Kameratasche hängen bleiben muss:P 
Die Busfahrt ging schneller als gedacht. Mit einem Taxi fuhren wir dann zu unserer Unterkunft. Nein, eigentlich war es eine Bruchbude. Wir hatten ein Zimmer ganz oben und es gab keinen Fahrstuhl, überall lag Müll und Tüten und sonst was, für die Klimaanlage sollten wir extra zahlen und die Betten waren so alt und aus irgendwelchem Draht der einem in die Rippen drückte. Wir kiminellen Leute haben die Klimaanlage selbstverständlich trotzdem benutzt. Nach "nein geh raus und mach die Tür zu wenn er klopft, sonst merkt er die kühle Luft hier drinnen!" durften wir die Klimaanlage dann doch benutzen, da es sehr heiß war.
Das beste aber war, dass die Wände so gut wie überflüssig waren und wir dann ständig das Gewürge und Geröchel von 'Raucherlunge' anhören durften, der trotz seiner scheinbar schlechten Verfassung aufm' Klo heimlich rauchte. Ja ne, das riecht ja auch keiner^^ Am Abend liefen wir zu einer Shoppingmall in der Nähe (selbstverständlich mit Umweg) und konnten es nicht fassen wie nah beieinander noble, teure, saubere Läden und Häuser wie unser "Hotel" liegen können! Wir kauften bisschen was im Supermarkt, liefen wieder zurück und ließen das Licht über Nacht an. Es war einfach zu gruselig. Das stellte Fenja auch am nächsten Tag fest als jemand in der Toilette leise vor sich hinflüsterte. 
Den nächsten Tag verbrachten wir mit einkaufen, packen,  chillen, essen und Haare schneiden.  Dieses mal hieß es für Chrissi "schnipp schnapp, Haare ab!" Fenja hat das wirklich gut hinbekommen. Achja: Womit schneidet man? Mit einer Minischere aus einem Reisenähset!


Glücklich, dass es endlich nach Singapur ging nahmen wir am Freitag die vorerst letzte Busfahrt auf uns. Diese war mit zwei mal umsteigen und viel Warten verbunden, aber irgendwann kamen wir dann doch irgendwo an. Das erste was wir machten war, in einem kleinen Shoppingcenter zu essen und unserem Host dank dem freien Wlan zu schreiben. Ja, es hieß wieder Couchsurfing!
Danach machten wir uns auf dem Weg zu ihm und stellten fest wie schön einfach es ist in Singapur von einem Punkt zum anderen zu kommen. Das war wirklich easy.
Allerdings wurde es danach schwer für uns unserem Host zu schreiben,  da das Wifi in der anliegenden Shoppingmall nicht für deutsche Handys verfügbar war. Zum Glück fanden wir nach einer Weile Starbucks! Dort warteten wir, klärten ein paar Dinge und da sowohl wir als auch unser Host noch ein bisschen Zeit brauchten (er wollte auch noch ein paar Dinge erledigen) vereinbarten wir uns später bei Starbucks zu treffen. So viel zu "später". Um 23 Uhr holte er uns endlich ab. Er hatte sein Fahrrad dabei für unsere Taschen, jedoch passten nur die kleinen Rucksäcke drauf. Irgendwie knotete er die am Lenker fest und wollte sie partout auch wirklich so schleppen. Es sah etwas unbeholfen aus und der Rucksack aus dünnem Material war den Speichen gefährlich nahe. Wir liefen ein kleines Stück und stiegen dann aber in ein Taxi, welches er bezahlte.
In seiner Wohnung angekommen stellte er uns sein Zimmer mit Bett zur Verfügung. Dieses musste erst bezogen werden, da er erst vor kurzem in die Wohnung gezogen ist. Komisch, dass man die Folie von der Matratze drauf lässt. Da keiner auf der kleinen, aufblasbaren Schlafmatraze schlafen wollte, teilen wir uns wieder zu dritt das Bett. Die Klimaanlage war auch so eine Sache für sich. Auch wenn Fenja irgendwann wie wild auf der Fernbedienung herumtippte, sie funktionierte nicht. So konnte uns nur eine kalte Dusche etwas Abkühlung verschaffen.

Am nächsten Morgen war es dann doch etwas kühler im Zimmer. Ob die Klimaanlage doch irgendwie funktionierte? 
Wir schliefen aus, gingen essen und begaben uns dann auf den Weg zum Gardens by the Bay. Bevor wir den aber betraten konnten wir das davor liegende Gebäude, das Marina Bay Sands bestaunen. Es sah wirklich toll aus. 
Wir brauchten wirklich lange um im Gardens by the Bay alles anzugucken. Es musste alles mit der Kamera festgehalten werden! Es gab so viele tolle Wasserfälle und exotische Pflanzen. 
Irgendwann waren wir aber erschöpft und hatten genug, weshalb wir uns wieder auf den Rückweg begaben und bei Starbucks nochmal aufgrund des freien Wifi abhingen.




Sonntag war dann ein mehr oder weniger entspannter Tag. Wir aßen, und stöberten bei H&M nach neuen Klamotten - die meisten unserer Sachen sind uns nämlich zu groß geworden.
Um 22:30 Uhr ging dann unser Flug nach Melbourne. Zum Flughafen fuhren wir mit der Metro. Zur Metro allerdings lohnte es sich ein Taxi zu nehmen. Hätten wir mehr Zeit gehabt, hätte der Fahrer von uns noch einen auf den Deckel bekommen! Nur weil wir Touris sind heißt das nicht, dass wir uns gar nicht auskennen und nicht merken, dass er absichtlich einen Umweg gefahren ist. Idiot! 
Auf dem Weg zum Flughafen wurde Fenja dann immer nervöser. Ihr Freund Kolja war auf dem Weg nach Singapur und sollte da dann den gleichen Flieger wie wir weiter nach Melbourne nehmen. Dazu brauchte er nicht auschecken,  andernfalls hätte er den Anschluss wohl verpasst. 
Caro:" Er wird ja wohl nicht so dumm sein."
Fenja und Chrissi ganz sicher:" Doch das wird er!" Hahaha
Am Flughafen war dann eine lange Schlange beim Bording und so suchte Caro nochmal schnell eine Toilette auf und Fenja lief zu den Arrivals um Kolja ggf. abzufangen. Chrissi stand solange in der Schlange und beobachtete wie jemand daneben auf dem Boden seinen ganzen Rucksack auspackte. Wer das war? Kolja! Bei der Sache mit dem Auschecken lagen Fenja und Chrissi doch falsch, aber dafür hatte er im Flieger seine Bordkarte und Reisepass verloren.  HERRJE! Wir stiegen dann schon ein und zum Glück wurden seine Sachen schnell gefunden und ihm wiedergegeben. Dieses mal saßen wir getrennt voneinander und der Flug war irgendwie sehr anstrengend. Aber auch lustig, Chrissi hatte so ein paar schräge Vögel um sich die entweder mit einem Pulli um den Kopf gebunden sich nicht aus der Ruhe bringen ließen oder immer dann wach waren wenn alles andere schläft.

Am nächsten Morgen wurden wir vom strahlenden Sonnenschein geweckt. Wie schön das war!
Nach Landung dauerte es wie immer noch eine Weile bis wir unser Gepäck hatten und dann mussten wir herausfinden wie wir das Busticket zu unserem Hostel kriegten. Zum Glück war eine Deutsche am Telefon:P
Mit einem kleinen Bus wurden wir eine ganze Weile später dann am Hostel abgesetzt. Melbourne ist so schön!
Im Hostel teilten wir uns ein 8-Bett-Zimmer mit fünf Typen. Ähm ja, dementsprechend sah das Zimmer auch aus. Chaos! 
Fenja und Kolja hatten sich über die zwei Tage ein Hotel 20 Minuten vom Base Backpackerhostel eingebucht. Also sahen wir uns erst am nächsten Morgen bei unserem "Starterpacket" wieder. 
Dieses fand nach einem leckeren Frühstück direkt im Hostel statt. Außer uns dreien waren noch drei weitere Mädchen aus den USA dabei. Wir bekamen viel erklärt bezüglich der Steuern, Bank usw. Das war ganz schön viel und so mussten wir danach auch nochmal eine Weile sitzen bleiben und gucken ob wir alles verstanden hatten. Danach machten wir uns auf zu einem Supermarkt, nahmen unterwegs noch ein paar Kataloge von STA-Travel mit und genossen später Erdbeeren und Kakao auf unserem Zimmer. Davor jedoch musste Caro unbedingt einen kleinen Abstecher zur Promenade machen, wo wir uns allerdings nicht lange aufhielten, denn es fing an zu regnen und es war ganz schön stürmisch.

Den Strand besichtigen wir dann am nächsten Tag, auch wenn nur sehr sehr kurz, da es wirklich viel zu kalt draußen war. Nach Asien sind wir wohl nicht mehr solche Temperaturen gewohnt. 
Ansonsten klärten wir noch ein paar Dinge mit der Bank, kauften im Supermarkt Brötchen und Kakao (soo lecker) und packten unsere Rucksäcke für den Flug am Donnerstag nach Sydney.


Dieser ging schon um 6:45 Uhr. Bedeutete: Früh aufstehen. Ahhhh!
Irgendwie quälten wir uns dann doch aus den Betten. 
Der Flug nach Sydney war ganz angenehm, zumal er nur 1 1/2 Stunden ging. In Sydney ging dann alles recht reibungslos und wir trennten uns von Fenja und Kolja und machten uns auf nach Richmond. Zum Glück fahren die Züge alle 20 min, denn nachdem Chrissi erfolglos von der Suche nach einer Toilette wiederkam war der Zug gerade abgefahren. Dabei dachten wir der komme erst eine Stunde später.  Naja egal, wir nahmen einfach den nächsten.
Nach weiteren 1 1/2 Stunden Zugfahrt ( Verzögerung da wir einmal den Zug wechseln mussten) kamen wir dann auch noch in Richmond an. Dort kauften wir uns erstmal was beim Bäcker, da wir den ganzen Tag noch nichts gegessen hatten. Praktischerweise war daneben gleich eine Bank zu der wir gingen, da unsere Karten noch nach Richmond versendet werden mussten wenn sie fertig sind. All das geklärt kauften wir sicherheitshalber noch ein bisschen was im Supermarkt ein. Wir hatten keine Ahnung wann wir das nächste mal dazu Gelegenheit hatten. Schließlich liegt die Farm laut Goggle Earth etwas abseits. 
Danach riefen wir dann Claire an, unsere neue Arbeitgeberin. Sie holte uns freundlicherweise vom Bahnhof ab (hier ist wirklich alles sehr klein und nah beieinander. Nur die Farmen liegen weit weit auswärts).
Wir waren sehr nervös, aber Claire ist super nett und wir fühlen uns trotz der harten Arbeit hier recht wohl. Wir haben hier eine kleine "Wohnung" bezogen mit allem was man so zum (über) leben braucht. 



In der Sattelkammer steht uns eine Waschmaschine zur Verfügung und was haben wir uns darüber gefreut. Keine Handwäsche mehr! Claire und ihr Mann luden uns dann abends zu sich (unsere Unterkunft ist neben der Gerage, deren Haus ein paar Meter den Hügel rauf) zum BBQ ein und wir lernten auch Claires Stiefvater kennen. 

Um nicht jeden einzelnen Tag beschreiben zu müssen was wohl etwas zu viel und auf Dauer etwas langweilig wird berichten wir nun einmal grob von der ersten Woche bei Tennyson Stud.
Während wir Autofahren lernen (zum Füttern drehen wir mit dem Van die Runde) zählen Paddock reinigen, Sattelkammer putzen, Pferde fertig machen (Claire bewegt manchmal sechs Pferde oder mehr am Tag), Futter vorbereiten, aufräumen, Round Yard reinigen (hihi Claire war ganz entzückt) oder sonstige Dinge zu unseren Aufgaben. 

Außerdem verschliefen wir Ginos Geburt, aber wir konnten das kleine Fohlen sieben Stunden später auch auf der Welt willkommen heißen:)
Und wie es in Australien so passiert, sichtigten wir bereits mehrmals Kagurus! Was für ein Erlebnis! Desweiteren stand 'Wohnung putzen' auf unserer eigenen To-do-Liste, denn unser Vorgänger war dann wohl doch etwas faul gewesen. Wir haben uns aber mitlerweile ganz nett eingerichtet. 
Die Arbeit hier ist sehr anstrengend,  aber wir haben Pferde um uns und das tut dem Herzen einfach gut♡ Auch wenn sie uns im wahrsten Sinne des Wortes ganz schön auf Trab halten. Wenn sie meinen den anderen Pferden auf ihren Paddocks einen Besuch abstatten zu müssen oder trotz viel Platz vor Angst lieber den Zaun schrotten und Chrissi zu ein bisschen Abendsport in FlipFlops zwingen. Hach diese Tiere♡
Außerdem lernten wir ein paar Mädchen die auf der Diamond B Farm arbeiten kennen. Dort hatten wir ja eigentlich zuerst einen Job, aber da jemand doch länger bleiben wollte hatte uns Helen zu Claire vermittelt. Wir sind da aber sehr zufrieden mit. 
Nebenbei wurden wir dann sehr häufig zum Essen eingeladen von Freunden von Claire. Einige mit eigener Farm bei der wir ein tolles BBQ genossen oder ein Mädchen das bei Claire Unterricht nimmt. Wir probierten dann auf Empfehlung Kanguru und was sollen wir sagen? LECKER! 
Am Wochenende stand dann Competition auf dem Programm und wir können es einfach nicht oft genug erwähnen wie viel Platz die Pferde hier einfach haben. Vielleicht sind sie deshalb um einiges entspannter und zufriedener als wir es von Deutschland kennen. 
Auf dem Tunier waren wir dann dafür zuständig die Pferde fertig zu machen. Claire und ihre beiden "Schulmädchen" wurden sogar mehrmals platziert. Auch auf dem ersten Platz!
Ja, was gibt es noch? Vielleicht ist es noch interessant zu erzählen,  dass wir jetzt all' die Backpacker verstehen die meinen sie hätten hier zugenommen. Die Preise sind hier wirklich ganz schön hoch. Aber bei der harten Arbeit und unserem Bemühen trotzdem gesund zu essen hoffen wir, dass wir von nicht  willkommenden Fettpolstern verschont bleiben:P



(Crystal und Coconut)


So, das nächste mal versuchen wir wieder etwas genauer zu berichten. Leider haben wir hier wirklich so viel um die Ohren, dass wir nur langsam mit unserer To-do-Liste vorankommen und auch kaum Zeit für unseren geliebten Blog haben:( Wir werden aber unser Bestes geben euch mit Lesestoff zu umsorgen und von unserem Leben hier zu berichten!

Eure Chrissi&Caro